Zukunftsplan Pflege: Sozialer Meilenstein für das Burgenland

Wir lassen unsere ältere Generation und auch die pflegenden Angehörigen nicht im Stich!

25.03.2019

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landesrat Christian Illedits präsentierten heute den „Zukunftsplan Pflege“ für das Burgenland. „Dieser Zukunftsplan spinnt ein engmaschiges Versorgungsnetz, hebt die Standards und wird den Wünschen der Burgenländerinnen und Burgenländer gerecht“, freut sich Landesgeschäftsführer Christian Dax.
 
Der Zukunftsplan Pflege hier im Detail!
 
Bei der sozialen Absicherung von pflegenden Angehörigen prescht das Burgenland auf Initiative von Landeshauptmann Doskozil mit einem völlig neuartigen Modell, das wohl österreichweit für Diskussionsstoff sorgen wird, vor: In einem 2-jährigen Pilotversuch soll die Anstellung von Angehörigen ermöglicht werden, die sich der Betreuung von Familienmitgliedern widmen und daher keiner Beschäftigung nachgehen können. Dazu wird ein eigener Rechtsträger geschaffen, der das Modell abwickelt und über den pflegende Angehörige angestellt werden. Vorgesehen sind Anstellungen zum Mindestlohn von 1.700 Euro netto bei Vollzeitbeschäftigung, wobei das konkrete Anstellungsverhältnis entsprechend der Pflegestufe berechnet wird: 20 Stunden für Pflegestufe 3, 30 Stunden für Pflegestufe 4 und 40 Stunden für Pflegestufe 5. Die pflegebedürftigen Pensionen werden dabei einen Teil der Pension und des Pflegegeldes beizusteuern haben – der Restbetrag zur Deckung der Brutto-Gehaltskosten wird vom Land Burgenland übernommen. 
 
Gleichzeitig wird den Angehörigen eine Heimhelferausbildung angeboten, um einen späteren Berufseinstieg im Pflegebereich zu schaffen. Vertretungen im Urlaubs- oder Krankenfall werden über Ersatzpersonal abgedeckt. LH Hans Peter Doskozil will das Modell noch heuer anlaufen lassen: „Pflege daheim hat für uns Vorrang. Daher werden wir pflegende Angehörige, die sich primär der Betreuung ihrer Angehörigen widmen, künftig finanziell unterstützen. Durch eine Anstellung zum Mindestlohn bei einem gemeinnützigen Rechtsträger machen wir das Burgenland zum Vorzeigeland im Pflegebereich, indem wir die Betreuung daheim erleichtern, betreuende Angehörige sozial absichern und gleichzeitig durch gezielte Ausbildung auch zukünftiges Personal für den Pflegebereich gewinnen.“ Weitere Neuerung: Wenn Pensionisten bzw. Pensionistinnen ihren Partner ab Pflegestufe 3 betreuen und das Haushaltseinkommen unter 1.700 monatlich liegt, wird mit einer Landesförderung auf 1.700 Euro aufgezahlt.

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