Zukunftsplan Pflege: Rund 400 Plätze mehr in Pflegeheimen und Seniorentageszentren

02.05.2019

Nach der Präsentation des „Zukunftsplans Pflege“ durch LH Hans Peter Doskozil und Soziallandesrat Christian Illedits Ende März wird nun bereits intensiv an der Umsetzung gearbeitet. Der Zukunftsplan umfasst 21 Maßnahmen – ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der von der überwiegenden Anzahl der Senioren gewünschten „Pflege daheim“, einem neuen Anstellungsmodell für pflegende Angehörige und einer verbindlichen Durchsetzung des Prinzips der Gemeinnützigkeit bei allen Anbietern. Daneben soll es aber auch einen gut geplanten, an die Bevölkerungsentwicklung angepassten Ausbau von stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen und des Angebots für „betreutes Wohnen“ bzw. alternative Wohnformen geben. Die konkreten Ausbaupläne dafür wurden von Landeshauptmann Doskozil und Landesrat Illedits heute präsentiert.

In Summe werden bis 2021 im Burgenland 279 neue Plätze in Altenwohn- und Pflegeheimen geschaffen, 60 davon mit der Ausstattung für behinderte Menschen, und 120 neue teilstationäre Plätze in Seniorentageszentren. Dazu kommen Spezialversorgungsplätze, etwa für COPD-Patienten, für Wachkoma-Fälle und für die Bereiche Alterspsychiatrie und Hospiz. „Das ist ein verantwortungsvoller, gut kalkulierter Ausbau – gleichzeitig setzen wir aber alles daran, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können. Daher bereiten wir derzeit bereits die Trägergesellschaft vor, über die sich Angehörige in Zukunft anstellen lassen können“, betonte Doskozil.

„Der Ausbau ergänzt das vorhandene Pflege- und Betreuungsangebot, so dass ein engmaschiges Netz entsteht. Rund 5,8 Millionen Euro werden dafür dann jährlich zusätzlich in die Pflege fließen. Wenn die notwendige Versorgung im häuslichen Umfeld nicht mehr gewährleistet werden kann, dann soll eine stationäre Unterbringung möglich sein“, so Landesrat Illedits. Damit werde man dem Wunsch der Burgenländer gerecht, die laut einer Befragung zu 98,5% so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden betreut werden möchten. Im Sinne individueller Lösungen sieht das burgenländische Pflegekonzept auch neue Betreuungsangebote vor: Das „Neue Betreute Wohnen“ beruht auf der Versorgung von mehreren betreuten Wohneinheiten im Nahebereich zu einer stationären Einrichtung oder zum Standort eines mobilen Anbieters. Starten wird dieses rund 1 Millionen Euro teure Pilotprojekt in den Bezirken Neusiedl und Mattersburg.

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