Hilfe für die freiwilligen Helfer: SPÖ setzt Lohnfortzahlung für ehrenamtliche Helfer durch

17.06.2019

Ganze sechs Mal hat die SPÖ Burgenland ihre Forderung nach einer bundeseinheitlichen Regelung für die Dienstfreistellung von Feuerwehrleuten in Katastropheneinsätzen im Landtag erneuert, jetzt wurde auf Drängen der SPÖ im Nationalrat ein entsprechender Fristsetzungsantrag - ohne die Stimmen der ÖVP - beschlossen. SPÖ Sicherheitssprecher LAbg. Ewald Schnecker: „Freiwillige Helferinnen und Helfer sollen eine Lohnfortzahlung für fünf Tage pro Jahr bekommen. Finanziert wird das aus dem Katastrophenfonds.“ Noch vor der Sommerpause soll die Regelung im Nationalrat abgesegnet werden. „Feuerwehrleute, die in der Privatwirtschaft beschäftigt sind, hingen in der Vergangenhenheit sozial- und arbeitsrechtlich vielfach in der Luft, wenn sie zu einem Einsatz mussten. Dieses Vakuum für Groß- und Katastropheneinsätze wird nun beseitigt – im Interesse der Feuerwehrleute, aber auch der betroffenen Klein- und Mittelbetriebe“, sagt Sicherheitssprecher Schnecker. Das Land Burgenland habe bereits vor Jahren eine vorbildliche Lösung für Landes- und Gemeindebedienstete realisiert.

Das Burgenland hat im eigenen Verantwortungsbereich klare Richtlinien für die Dienstfreistellung von EinsatzhelferInnen: Freiwilligen Feuerwehrleuten und Mitgliedern anderer Blaulichtorganisationen, die im Landes- oder Gemeindedienst beschäftigt sind, wird jährlich bis zu 10 Tage bezahlter Sonderurlaub für Einsätze und Schulungen gewährt. „Für Feuerwehrleute, die in der Privatwirtschaft tätig sind, fehlte bis jetzt eine entsprechende Regelung - man ist auf taube Ohren seitens der ÖVP gestoßen. Freiwillige Helferinnen und Helfer leisten Großartiges. Ihr Einsatz ist von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft. Der SPÖ ist es ein Anliegen, dass diese HelferInnen auf eine Lohnfortzahlung zählen können“, betont Schnecker. Die Regelung wird für Katastrophenhilfsorganisationen, Rettungsdienste sowie freiwillige Feuerwehren gelten und soll noch vor dem Sommer im Nationalrat beschlossen werden. „Viele Einsatzhelfer müssen an ihr persönliches Limit gehen, um die Bevölkerung zu schützen. Dieses ehrenamtliche Engagement ist unverzichtbar – und eine wesentliche Stütze für die Sicherheit im Burgenland. Dafür ein großes Dankeschön“, so Schnecker abschließend.

+
Video im Thema ""