Land erwirbt Schloss Tabor: Bezirk Jennersdorf bekommt eigenständiges Landes-Kulturzentrum

01.08.2019
„Das wird das kulturelle Leben des Bezirks bereichern – und auch für Impulse im Tourismus sorgen“, ist der Landeschef überzeugt.

Einen kultur- und regionalpolitischen Paukenschlag präsentierte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil heute wenige Stunden vor der heurigen „jOPERA-Premiere“ gemeinsam mit Intendant Dietmar Kerschbaum und politischen Vertretern der Region: Das Land Burgenland erwirbt über die BELIG das Schloss Tabor in Neuhaus am Klausenbach – der Bezirk Jennersdorf bekommt damit ein eigenständiges Landes-Kulturzentrum. „Wir haben diese Lösung gründlich vorbereitet und intensiv mit allen Partnern – vor allem mit den Bürgermeistern des Bezirks – ausdiskutiert. Ich bin überzeugt, dass wir damit einen großen Wurf geschafft haben, von dem die burgenländische Kultur, der Festival-Standort Schloss Tabor und die gesamte Region profitieren werden.“
 
LH Doskozil treibt als Kulturreferent eine grundlegende Neuordnung der burgenländischen Kultur- und Festivallandschaft voran. Nach der Einigung mit Esterhazy und der damit verbundenen Wiederaufnahme der Opernfestspiele in St. Margarethen, dem laufenden Um- bzw. Neubau des KUZ Mattersburg, dem Ankauf der Synagoge Kobersdorf und der bevorstehenden Sanierung der Burg Schlaining ist der Ankauf von Schloss Tabor eine weitere Etappe. Generell gehe es auch darum, Standorte und Betriebe in die Kulturbetriebe Burgenland (KBB) einzubringen oder mit ihnen Kooperationsvereinbarungen zu schließen. Das soll gemeinsames Auftreten im Marketing, Ticketing und im Vertrieb erleichtern und grundsätzlich zu einer zielgenauen Abstimmung führen. „Unterm Strich werden sich unsere Festivals und Kulturstandorte dann noch besser in Szene setzen können – mit allen damit verbundenen positiven Effekten auf den Tourismus und die regionale Wirtschaft“, so Doskozil.
 
Das Schloss Tabor habe sich mit dem Festival „jOPERA“ als herausragender Kulturstandort etabliert. „Das Festival hat sich in den letzten fünfzehn Jahren unter der Intendanz von Dietmar Kerschbaum einen Spitzenplatz unter den europäischen Opernfestivals erarbeitet. Es wird mit der Übernahme des Schlosses durch das Land gesichert und gestärkt“, betont der Landeshauptmann. Darüber hinaus soll das Schloss in der Verantwortung des Landes ganzjährig für Kulturveranstaltungen genutzt werden, die KBB arbeite bereits an einem entsprechenden Konzept. „Das wird das kulturelle Leben des Bezirks bereichern – und auch für Impulse im Tourismus sorgen“, ist der Landeschef überzeugt.
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