1,5 Jahre Akutordinationen: Doskozil-Modell ist Erfolg für die Gesundheitsversorgung

08.10.2019
Die SPÖ Burgenland zieht eine positive Bilanz zu den im April 2018 in allen sieben Bezirken installierten Akutordinationen. Das von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil umgesetzte Modell habe sich ausgezeichnet bewährt, sagt SPÖ-Klubobfrau Ingrid Salamon mit Verweis auf Zahlen aus einer aktuellen Anfragebeantwortung Doskozils: „Über 16.500 Bürgerinnen und Bürger haben bislang die Akutordinationen besucht. Dazu kamen rund 3.400 Einsätze der Visitenärzt*innen, die parallel zu den Akutordinationen Hausbesuche in den Abendstunden absolvieren. Das System hat sich gut eingespielt, die Patientenzufriedenheit ist hoch und die von den Ärzten erhoffte Entlastung ist eingetreten. Unterm Strich wurde damit ein gesundheitspolitisches Musterprojekt umgesetzt – das wird mit den zusätzlichen Maßnahmen des Landes wesentlich dazu beitragen, die hausärztliche Versorgung langfristig abzusichern.“
 
Vor eineinhalb Jahren wurden die Aktutordinationen flächendeckend im Burgenland ausgerollt. Das Land Burgenland zieht dabei mit der Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer an einem Strang. „Ziel ist, der Bevölkerung eine qualitätsvolle Versorgung zu den Randzeiten anzubieten. Gleichzeitig entlasten die Akutordinationen auch die Spitalambulanzen und machen den Landarzt-Beruf attraktiver, weil weniger Nacht- und Bereitschaftsdienste anfallen. Ein stimmiges Konzept, das laut Gebietskrankenkasse und Ärztekammer die erhofften Effekte bringt“, sagt Salamon. Die SPÖ habe mit Landeshauptmann Doskozil auch durchgesetzt, dass die Akutordinationen nicht nur in Bezirken mit Spitalsstandort, sondern auch in Mattersburg und Jennersdorf realisiert wurden. „Hohe Qualität, möglichst kurze Wege – diese Grundlinie der burgenländischen Gesundheitspolitik zieht sich auch durch dieses Angebot“, sagt die SPÖ-Klubobfrau, die auch auf die weiteren Anreize der Landesregierung zur Stärkung der Hausarztversorgung verweist: „Mit Förderungen für Arztpraxen, Stipendien für angehende Hausärztinnen und -ärzte und kostenlosen Vorbereitungskursen für die MedUni-Aufnahmetests bieten wir ein Gesamtpaket an, das keinen Vergleich zu scheuen braucht.“
 
Nach Ausbildung mehr Mediziner im Land halten
In den nächsten zehn Jahren geht rund die Hälfte der Hausärztinnen und Hausärzte in Pension. Die SPÖ Burgenland fordert als Abfederung eine drastische Erhöhung der Ausbildungsplätze von der zukünftigen Regierung und Überlegungen, wie man Absolvent*innen des Medizinstudiums in Östrerreich halten kann. Hier sei die neue Bundesregierung in der Pflicht, so Salamon: „Dass wir große Mühe haben, Ärzt*innen für manche Stellen zu bekommen, haben wir vornehmlich der ÖVP zu verdanken, die seit Jahren für das für die Mediziner*innen-Ausbildung zuständige Wissenschaftsministerium zuständig ist und den Kopf in den Sand steckt." Ein Viertel der Studienplätze in Österreich sei Nicht-ÖsterreicherInnen gewidmet, die dann oftmals nicht in Österreich arbeiten. „Wir müssen uns überlegen, wie wir diese AbsolventInnen in Österreich halten können, immerhin finanziert der Staat die kostspielige Ausbildung. Hier muss sich die neue Regierung dringend etwas einfallen lassen. Eine Option wäre, die Aufnahme zum Studium mit der Auflage zu verknüpfen, eine bestimmte Zeit in Österreich als ÄrztIn zu arbeiten“, merkt Salamon abschließend an. 
+
Video im Thema ""