Neue Ära für kulturgeschichtliches Wahrzeichen: Burg Schlaining und Burghotel werden saniert

20.12.2019
Landeshauptmann Doskozil: „Großinvestition stärkt Kultur- und Veranstaltungsstandort“
 
Ein kulturgeschichtliches Wahrzeichen des Burgenlandes geht einer neuen Ära entgegen: Nach der bislang letzten großen Umbauphase Mitte der 80er-Jahre wird die Burg Schlaining mit Beginn des kommenden Jahres umfassend saniert. In das großangelegte Erneuerungsvorhaben einbezogen wird auch das Hotel Burg Schlaining, das von einer neu gegründeten Tochtergesellschaft der Landesholding Burgenland übernommen wurde und modernisiert wird. „Insgesamt werden rund 20 Millionen Euro investiert, um den Kultur- und Veranstaltungsstandort Schlaining – unter Einbeziehung aller Partner und weiterer Gedächtnisorte in Stadtschlaining – weiterzuentwickeln“, kündigte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei einer gemeinsamen Präsentation der Zukunftsziele mit Dr. Leonhard Schneemann, Geschäftsführer der neuen Konferenzhotel Schlaining GmbH, Norbert Darabos als Verantwortlichem der Kulturbetriebe Burgenland für die Burg Schlaining und Bürgermeister Markus Szelinger an. 
 
„Mit einem Gesamtaufwand von insgesamt mehr als 20 Millionen Euro werden wir mit Beginn 2020 den Gesamtkomplex von Burg Schlaining und dem Burghotel unter Einbeziehung von weiteren kulturhistorisch wichtigen Gedächtnisorten sanieren, umbauen und behutsam modernisieren. Damit werten wir diesen Kultur- und Veranstaltungs-Standort massiv auf - auch mit Blickrichtung auf das Jubiläum ‚100 Jahre Burgenland‘, bei dem Stadtschlaining eine zentrale Rolle spielen wird. Wir sorgen aber darüber hinaus für eine nachhaltige Weiterentwicklung dieser kulturhistorisch so bedeutsamen Gemeinde – unter Einbeziehung aller Partner: von der Gemeinde über die Kulturbetriebe Burgenland bis hin zum Internationalen Studienzentrum für Frieden und Konfliktforschung. Das bringt neben dem kulturellen Mehrwert auch zusätzliche Impulse für Tourismus, Wirtschaft und Beschäftigung“, sagte heute LH Doskozil bei der Präsentation der Umbau- und Modernisierungspläne.
 
Ab Jänner 2020 wird die Burg Schlaining mit einer Gesamtinvestition von rund 14,3 Mio. Euro brutto umfassend baulich saniert. Die Veranstaltungsbereiche wie das Granarium, der Rittersaal und die diversen Seminarräume werden auf modernsten Stand der Technik gebracht. Im Bereich des Burghofs ist ein Bistro mit einem großen Schanigarten geplant. Der Ausstellungsbereich wird technisch modernisiert und ein Geschoß temperiert, damit ein Teil dieses Bereiches der Burg auch in der Winterzeit genutzt werden kann. Darüber hinaus werden Büros für die MitarbeiterInnen der Kultur-Betriebe Burgenland GmbH (KBB) und des Österreichisches Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) eingeplant und besonderes Augenmerk auf die Benützungssicherheit wie etwa den Brandschutz und die Barrierefreiheit gelegt.
 
„Die Investition in ein ‚Face-lifting‘ für die Burg und das Hotel Schlaining ist eine Win-Win-Situation. Für die Kultur des Burgenlandes, für das Land Burgenland, für die regionale Identität, für das Österreichische Studienzentrum für Friedens- und Konfliktforschung und nicht zuletzt für die weitere Stärkung der burgenländischen Identität. Das Land nimmt sehr viel Geld in die Hand, um eine moderne und attraktive Landesausstellung im Jahr 1921 anlässlich 100 Jahre Burgenland zu ermöglichen. Gleichzeitig sorgt ein professioneller Betreiber für Nachhaltigkeit im Bereich Hotel-, Seminar- und Konferenzmanagement. Das wäre vor einigen Jahren in dieser Form noch undenkbar gewesen. Damit werden Visionen tatsächlich mit Leben erfüllt. Nun liegt es an uns, diese auch wahr werden zu lassen“, so Mag. Norbert Darabos, Verantwortlicher der Kulturbetriebe Burgenland für Burg Schlaining.
 
Bei dem gesamten Projekt wird es auch zu einem Neustart für das Hotel Burg Schlaining kommen, wozu dieKonferenzhotel Schlaining GmbH. als neue Tochtergesellschaft der Landesholding gegründet wurde, für die Dr. Leonhard Schneemann als Geschäftsführer tätig sein wird. Dazu Dr. Schneemann: „Das Burghotel Schlaining ist ein wertvoller touristischer Baustein im Event-, Kultur- und Seminartourismus, der sich belebend für die gesamte Region rund um die Friedensburg Schlaining auswirken wird. Es freut mich sehr, dass die Modernisierung des Burghotels mit einer Gesamtinvestition von rund sechs Millionen Euro erfolgreich auf Schiene gebracht werden konnte. Das Hotel soll Gästen mit der Eröffnung der Landesausstellung im Frühjahr 2021 wieder zur Verfügung stehen“. 
 
Derzeit wird auch ein Betriebskonzept erarbeitet, um Stadtschlaining als Lernort für Geschichte, Kultur und Identität noch weiter aufzuwerten. Mit einem Interkulturellem Zentrum Stadtschlaining in der Synagoge sowie den angrenzenden Rabbinatshaus und Wallnerhaus soll Schlaining ein Ort der Politischen Bildung und (regionalen) Zeitgeschichte werden. Dazu sind sowohl wissenschaftliche als auch pädagogische Formate vorgesehen. Die Fertigstellung aller baulichen Maßnahmen ist im zweiten Quartal 2021 geplant.
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