Corona-Krise: Burgenländischer Hilfsfonds für Härtefälle ins Leben gerufen

08.06.2020
Landeshauptmann Doskozil: „Setzen gemeinsam ein Zeichen gelebter Solidarität im Burgenland!“ 

Auf Initiative von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil wurde vor kurzem der „Burgenländische Hilfsfonds – Burgenland hilft“ ins Leben gerufen, der vor allem soziale Härtefälle rund um die Coronavirus-Pandemie abfedern, aber auch darüber hinaus gemeinnützige Impulse setzen soll. „Mit dem ‚Burgenländischen Hilfsfonds – Burgenland hilft‘ wollen wir möglichst viele unschuldig in Not geratene Burgenländerinnen und Burgenländer unterstützen und damit ein Zeichen gelebter Solidarität im Land setzen“, so der Initiator LH Doskozil. Als Vorsitzende des neu gegründeten Vereins werden die frühere Landesrätin und EU-Abgeordnete Christa Prets und der Leiter des Bischöflichen Sekretariats sowie Pressesprecher der Diözese Eisenstadt Mag. Dr. Dominik Orieschnig fungieren. „Es freut mich, dass wir für diese Aufgabe zwei prominente Persönlichkeiten gewinnen konnten, die soziales Engagement beispielhaft verkörpern“, so der Landeshauptmann weiter. Die finanzielle Basis für den Hilfsfonds soll durch Spenden gelegt werden - wozu vor allem Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens eingeladen werden. 
 
Landeshauptmann Doskozil wird sich in einem Schreiben auch direkt an Spitzen und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und des gesamten öffentlichen Lebens wenden, damit der Hilfsfonds die entsprechende Unterstützung erfährt. Er erhoffe sich, dass „jene, die es sich leisten können, gerade jetzt Solidarität zeigen“, so Doskozil. Die Mitglieder der Burgenländischen Landesregierung werden mit gutem Beispiel vorangehen und den „Burgenländischen Hilfsfonds – Burgenland hilft“ mit einer namhaften Spende unterstützen. 
 
Der Fonds verfolgt ausschließlich gemeinnützige Ziele, die Mittel werden einzig für Hilfeleistungen für soziale Härtefälle aufgewendet. Unterstützt werden sollen Burgenländerinnen und Burgenländer, die nach Unglücksfällen, Katastrophen, Krankheiten und Pandemien unverschuldet in Not geraten sind. Auch Jugendliche sollen in ihrer Entwicklung und ihrem Fortkommen gezielt gefördert werden. Dabei entscheidet alleine der Vereinsvorstand, wem Sach- und Geldleistungen zu Gute kommen. Der Landeshauptmann ist zwar Initiator und Unterstützer, wird aber selbst keine Funktion im Verein wahrnehmen, um den Charakter der Unabhängigkeit des Vereins zu unterstreichen. 
 
„Die Corona-Krise hat auch im Burgenland für viele Menschen dramatische Folgen. Ein soziales und wirtschaftliches Auffangnetz ist natürlich in erster Linie Aufgabe der öffentlichen Hand. Dennoch gibt es immer wieder Härtefälle, in denen eine zusätzliche Hilfe notwendig ist. Mit dem Burgenländischen Hilfsfonds wollen wir dazu einen wichtigen Beitrag leisten und ein Zeichen der Menschlichkeit setzen“, so die Vereinsvorsitzende Christa Prets. Prets war von 1994 bis 1999 Mitglied der Burgenländischen Landesregierung und dabei als Landesrätin für Kultur, Gesundheit und Soziales zuständig. Von 1999 bis 2009 war sie Mitglied im Europäischen Parlament und dabei u.a. im Ausschuss für Kultur und Bildung sowie im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter. Aktuell ist Prets Präsidentin des Behindertensportverbandes Burgenland sowie Mitglied des ASKÖ-Präsidiums. 2004 erhielt Christa Prets das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Prets repräsentiert gemeinsam mit Mag. Dr. Dominik Orieschnig den Verein nach außen. 
 
Für Mag. Dr. Orieschnig ist es besonders wichtig, dass es „gerade in diesen schweren Zeiten ein Gebot der Menschlichkeit ist, für die Gemeinschaft und für die Schwächeren in unserer Gesellschaft da zu sein. Der ‚Burgenländische Hilfsfonds‘ soll dabei eine wichtige Ergänzung zu den bereits bestehenden caritativen Organisationen sein, die helfen und Gutes tun soll. Wir dürfen die Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine lassen“. Orieschnig war Rechtsberater der Österreichischen Bischofskonferenz, bevor er in Eisenstadt für Bischof Ägidius Zsifkovics die Leitung des Bischöflichen Sekretariats und zusätzlich die Agenden des Pressesprechers der Diözese übernahm. Der Jurist mit wissenschaftlichem Standing ist Herausgeber mehrerer Bücher und bringt einschlägige Berufserfahrung mit wohltätigen Organisationen mit. Orieschnig gilt als ausgesprochen kulturaffin und will auch seine guten Kontakte zur Kunstszene einbringen, wenn es darum gehen wird, Benefiz-Veranstaltungen zugunsten von „Burgenland hilft“ ins Leben zu rufen. 
 
Für den „Burgenländischen Hilfsfonds – Burgenland hilft“ wurde folgendes Spendenkonto eingerichtet:
IBAN: AT77 5100 0810 1452 6700 
Informationen dazu gibt es auch online auf www.burgenlandhilft.at 
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