Spatenstich für KH-Zubau in Oberpullendorf

29.06.2020
Bis 2023 soll für zehn Millionen Euro ein neuer, moderner Bauteil entstehen und damit auch das Mittelburgenland stärken.

Heute, Montag, nahmen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landesrat Heinrich Dorner und KRAGES-Geschäftsführer Hans Peter Rucker den Spatenstich zum neuen Bauteil des Krankenhauses Oberpullendorf vor. Auf einer Erweiterungsfläche des Spitals entsteht in einer ersten Bauphase ein zweistöckiges Gebäude, in das die Oberpullendorfer Einrichtungen des Psychosozialen Dienstes und die Geschäftsführung der Pflegeservice Burgenland GmbH einziehen sollen. Die Bauarbeiten haben im Frühjahr 2020 begonnen und sind trotz aufrechter Corona-Schutzmaßnahmen im Zeitplan. Im Herbst soll es einen Architektenwettbewerb für den „Masterplan KH Oberpullendorf“ geben. Mit dem Zubau in Oberpullendorf setzt die Landesregierung ein klares Zeichen für den Ausbau der fünf Krankenhausstandorte und setzt den ‚Masterplan Burgenlands Spitäler‘ weiter um. Die Investitionen in den Standort sollen bis 2023 zehn Millionen Euro betragen.
 
 „Gerade die Coronavirus-Krise hat uns bewiesen, dass wir im Gesundheitsbereich keinesfalls den Sparstift ansetzen dürfen. Der Ausbau von fünf Krankenhausstandorten im Burgenland ist ein klarer Schwerpunkt unserer Regierungsarbeit. Der ‚Masterplan Burgenlands Spitäler‘ wird trotz der Pandemie ohne Zeitverzug abgearbeitet“, erklärt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Nach dem Spatenstich für das Krankenhaus Oberwart und dem Entschluss zu einem weiteren Krankenhausstandort im Nordburgenland wird mit dem Spitalszubau in Oberpullendorf die wohnortnahe Versorgung mit Gesundheitsdienstleistungen im Mittelburgenland garantiert. Mit dieser Investition machen wir den Gesundheitsstandort Oberpullendorf fit für die Zukunft. Durch die Modernisierung der Standorte für die beiden KRAGES-Töchter Psychosozialer Dienst Burgenland und Pflegeservice Burgenland setzen wir die im Regierungsprogramm festgelegte Strategie der Dezentralisierung weiter fort.“ 
 
Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner zeigte sich sehr erfreut über den Ausbau des Spitals: „Mit der Erweiterung des Krankenhauses ist wohnortnahe Gesundheitsversorgung im Bezirk Oberpullendorf auch in Zukunft gewährleistet – und das zu hoher Qualität. Der Standort ist nicht nur ein Fixpunkt auf der burgenländischen Spitalslandkarte, sondern wird auch noch aufgewertet.“ Zudem geben die Bautätigkeiten auch der regionalen Wirtschaft enorm wichtige Impulse. „Von den Bauarbeiten profitieren eine Reihe von Betrieben aus dem Bezirk Oberpullendorf. Gerade in dieser wirtschaftlich so angespannten Situation ist es von großer Bedeutung, wenn unsere kleinen und mittleren Unternehmen wieder Aufträge bekommen – denn sie sind das Rückgrat der regionalen Wirtschaft und schaffen Arbeitsplätze“, betonte Dorner. 
 
Der Geschäftsführer der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H (KRAGES), Hans Peter Rucker, sagte: „Die KRAGES hat ein klares Ziel: Unsere Spitals-Standorte werden gemäß „Masterplan“ und dem Regierungsprogramm als strategische Vorgabe aller Landesunternehmen weiterentwickelt – baulich, personell und vom medizinischen und pflegerischen Angebot her. Das Krankenhaus Oberpullendorf hat eine wichtige Funktion in der wohnortnahen Versorgung des mittleren Burgenlandes, aber es soll sich künftig noch besser mit den Leitspitälern im Norden und im Süden abstimmen, etwa bei geplanten Operationen und Therapien.“ 
 
Erste Bauphase: Neue Räume für PSD, PSB und ÄrztInnen 
Der neue Bauteil befindet sich am südöstlichen Areal, auf einer Erweiterungsfläche des Spitals in Oberpullendorf In einer ersten Bauphase errichtet die KRAGES zunächst ein zweistöckiges Gebäude. Die Investitionssumme beträgt rund drei Millionen Euro. Die Fertigstellung ist im ersten Quartal 2021 geplant. In das neue Gebäude werden die Oberpullendorfer Einrichtungen des Psychosozialen Dienstes, die derzeit in der Bezirkshauptmannschaft eingemietet sind, und die Geschäftsführung der Pflegeservice Burgenland GmbH einziehen. Zusätzlich werden in Dienst- und Wechseldienstzimmer für Ärztinnen und Ärzte sowie Büroräume für das Krankenhaus entstehen. Die Neubauten in Oberpullendorf stärken die Mitte des Landes – auch durch eine weitere Dezentralisierung von Landeseinrichtungen mit den neuen Räumlichkeiten für die KRAGES-Tochter PSB. 
 
Nächste Bauphasen: Neue Küche für PatientInnen und MitarbeiterInnen, neuer Aufwachraum 
In einer weiteren Bauetappe erfolgt der komplette Neubau der Spitalsküche inklusive Speise- und Veranstaltungssaal mit einer Investitionssumme von 5,3 Millionen Euro. 
Die Vorstudie und Vorbereitung für Planungen haben schon begonnen. Die eigentlichen Planungen selbst sollen dann vom Gewinner des kommenden Architekturwettbewerbs durchgeführt werden. Das neue Küchengebäude entsteht dort, wo sich heute noch das Personalwohnhaus befindet. Dieses wird zuvor abgerissen. Im neuen Gebäude wird auch ein neuer Veranstaltungs- und Sitzungssaal mitberücksichtigt. Die erste Inbetriebnahme ist für 2022 geplant, der Vollbetrieb ab 2023. 
Weiters werden rund 1,7 Millionen Euro in einen neuen Aufwachraum in unmittelbarer Nähe der Intensivstation und mit direktem Anschluss an den zentralen OP-Bereich investiert. Auch für dieses Projekt beginnen die Planungen 2020. Die Inbetriebnahme ist ebenfalls für das Jahr 2022 geplant.
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