Bgld. Landesmedienservice

LH Doskozil: „Tourismus braucht klare Perspektive“ – Verlängerung Bonusticket bis Ende Februar

04.12.2020
Landeshauptmann Doskozil und Tourismus-Geschäftsführer Tunkel mahnen Bund: Thermaltourismus bei Öffnung nicht benachteiligen!

Zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung des Tourismus kündigt heute Landeshauptmann Hans Peter Doskozil an. Der Bund verfolge bei den derzeit bekannten Lockerungsschritten nach dem Corona-Lockdown keine klare Linie, das Land werde durch eigenständige Initiativen gegensteuern: „Wir werden die ursprünglich bis Jänner befristete Bonusticket-Aktion bis Ende Februar verlängern und damit die wichtige Phase der Semesterferien einbeziehen. Es bleibt auch dabei, dass diese neue Aktion für Gäste aus ganz Österreich gilt. Zusammen mit der kostenlosen Stornoversicherung geben wir dem burgenländischen Tourismus damit Stabilität und eine sichere Planungsperspektive.“ Was die Lockerung für Tourismus und Gastronomie nach dem 6. Jänner betrifft, fordert der Landeshauptmann Fairness für den Thermaltourismus. „Eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Tourismussektoren darf es nicht geben“, so Doskozil. Mit dem heute im Landtag eingelaufenen neuen Tourismusgesetz sorge das Land auch strukturell für einen Modernisierungsimpuls.
 
 
Das Burgenland habe mit dem Bonusticket und der „Corona-Kasko“ bis zum zweiten Lockdown überdurchschnittliche Nächtigungszuwächse geschafft. „An diesen Trend wollen wir im Jänner anknüpfen. Das Bonusticket, mit dem bei einer Mindestbuchung von drei Tagen bei einem burgenländischen Beherbergungsbetrieb 75 Euro refundiert werden, hat sich als Erfolgsmodell erwiesen. Diese für die Branche immens wichtige Maßnahme soll daher in der Übergangsphase für Gäste aus ganz Österreich weitergeführt werden“, betont LH Doskozil. Die „Corona-Kasko“, die eine kostenlose Stornoversicherung für den Fall einer Covid19-Infektion vor oder während des Urlaubs und im Fall eines Absonderungsbescheides umfasst, wird bis 30. April 2021 laufen. 
Durch umfassende Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in den burgenländischen Tourismusbetrieben ist es im Herbst gelungen, Covid-19-Infektionen in diesem Bereich zu verhindern. Das müsse die Bundesregierung auch bei den nächsten Lockerungsschritten berücksichtigen, fordert der Landeshauptmann: „Die burgenländischen Tourismus-, Thermen- und Gastronomiebetriebe waren Musterschüler bei der Umsetzung von Sicherheitskonzepten. Sie haben daher eine klare Perspektive für die Öffnung ab 7. Jänner verdient. Es darf keinesfalls zu einer Benachteiligung der Thermen und des Thermaltourismus insgesamt kommen.“ Er bekenne sich zu einer behutsamen Lockerungsstrategie, mit der ein dritter Lockdown vermieden werden kann, so Doskozil. Der Thermaltourismus mit seinen hohen Covid19-Präventionsstandards habe sich aber Chancengleichheit mit anderen Tourismussektoren verdient. 
 
Tunkel: „Bund darf Thermenbetreiber und -hotels nicht im Stich lassen!“ 
Nach derzeitigem Informationsstand plane die Bundesregierung, Thermen von den ab 7. Jänner anlaufenden Öffnungsschritten auszunehmen, erklärt der Geschäftsführer der Burgenland Tourismus GmbH Didi Tunkel: „Für den burgenländischen Tourismus, der eng mit den Thermen verbunden ist, wäre das ein Keulenschlag. Wie der Bund erklären will, dass sich tausende Menschen in Shoppingcentern tummeln dürfen, Thermen mit ihren hohen Sicherheitslevels aber zu bleiben müssen, ist mir schleierhaft. Die Nachfrage und das Vertrauen unsere Gäste ist gegeben. Die Mitarbeiter sind voll motiviert und wollen so bald wie möglich starten.“ Auch beim Umsatzersatz für Tourismusbetriebe müsse die Bundesregierung unbedingt nachbessern, fordert Tunkel: „Der derzeitige Deckel von 800.000 Euro benachteiligt wichtige ‚Player’ im burgenländischen Tourismus massiv. Für die Thermen sind traditionell November und Dezember besonders umsatzstarke Monate. Das AVITA in Bad Tatzmannsdorf hat beispielsweise einen Umsatzentgang von 2,7 Millionen Euro. Diese Betriebe dürfen vom Bund nicht im Stich gelassen werden.“ 
 
Neues Tourismusgesetz bringt Modernisierungsschub 
Plangemäß im Landtag eingelaufen ist heute die Novelle zum burgenländischen Tourismusgesetz, die bereits nächste Woche beschlossen werden soll. Kern dieser Novelle ist eine Reduktion der derzeit 15 Tourismusverbände auf drei für Norden, Mitte und Süden per 1. März 2021. „Wir bündeln die Kräfte, um das Burgenland international noch besser vermarkten zu können. Das ist ein wichtiger Modernisierungsschritt, mit dem wir das ‚Comeback‘ des Tourismus nach der Covid-19-Krise zusätzlich beschleunigen werden“, so Landeshauptmann Doskozil. Die Burgenland Tourismus GmbH wird in der neuen Struktur weiter für die Umsetzung des landesweiten Marketings zuständig sein und die strategische Gesamtsteuerung übernehmen. Die drei Verbände sollen sich auf die Entwicklung lokaler und regionaler Tourismusprodukte konzentrieren und dabei gezielt auf die Erfordernisse der jeweiligen Region eingehen. Bei der Überleitung wird es zu keiner Reduktion von Standorten oder Mitarbeitern kommen.
+
Video im Thema ""