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Eröffnung des Virtuellen [Kunst]Raums Burgenland

19.03.2021
Kulturreferent Landeshauptmann Doskozil würdigt PreisträgerInnen der Ausschreibungen 2020 des Landes Burgenland

Am 19. März 2021 startet das Hauptreferat Kultur und Wissenschaft mit dem Virtuellen [Kunst]Raum Burgenland 
www.burgenland.at/virtueller-kunstraum eine Plattform mit dem Ziel, das burgenländische Kunst- und Kulturschaffen auch in Zeiten des social-distancing sichtbar zu machen. Hier werden digitale Formate im Bereich der Literatur, Musik, Darstellenden und Bildenden Kunst präsentiert. Der Virtuelle [Kunst]Raum Burgenland ermöglicht künstlerisches Schaffen jenseits von Lockdowns und ist ein weltweit verfügbares Medium für burgenländische Kunstprodukte. Der Virtuelle [Kunst]Raum soll auch dazu genutzt werden, die hervorragenden Beiträge der Kunstwettbewerbe des Landes zu präsentieren und die Sieger entsprechend zu würdigen. Darüber hinaus soll er auch Platz für digitale Kunst- und Kulturproduktionen aus der burgenländischen Szene bieten. Der Virtuelle Raum ist aber auch für den Bereich Wissenschaft offen und soll in den kommenden Monaten schrittweise erweitert werden. Eröffnet wird der Virtuelle [Kunst]Raum Burgenland am 19. März 2021 mit den Siegerbeiträgen der Ausschreibungen des Landes Burgenland 2020. Corona-bedingt konnten diese Veranstaltungen leider nicht stattfinden. 
 
„Die burgenländische Kunst- und Kulturszene ist von der Covid-19-Pandemie empfindlich getroffen worden. Das Land hat mit entsprechenden Hilfspaketen gegengesteuert. Diese Pakete haben sich als notwendig und wirkungsvoll erwiesen. Sowohl die von Landesseite angebotenen Arbeitsstipendien, als auch das Projekt Kulturgutscheine und die Förderaktion Arbeitsstipendien für Junge Kunst haben wesentlich dazu beigetragen, die Härten der Krise für Kunst- und Kulturschaffende abzufedern. Mit der Initiative Virtueller [Kunst]Raum Burgenland geht es uns einmal mehr darum, der burgenländischen Kulturszene effektiv und nachhaltig durch diese schwierige Zeit zu helfen und einen weiteren Beitrag zu einem verlässlichen Sicherheitsnetz für Burgenlands Kunst- und Kulturszene zu leisten“, so Kulturreferent Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. 
 
Förderpreis für Bildende Kunst des Landes Burgenland 
Mit Blick auf das 100-Jahre Jubiläum setzten sich Künstlerinnen und Künstler mit dem „Bild“ des Burgenlandes auseinander. 24 KünstlerInnen haben sich mit 61 Beiträgen an dem Wettbewerb beteiligt. Die Wettbewerbsjury bestehend aus Dr.in Sabine Kritsch-Schmall, Mag.a Margit Fröhlich und Mag. Florian Lang vergaben den Preis an die aus Winden stammende Künstlerin Christina Lag-Schröckenstein für das Triptychon „Denk.mal“ und den Welgersdorfer Rainer Schoditsch für die Serie „Artificial Respiration Buildings“. Eine Auswahl der Wettbewerbsbeiträge ist in der Zeit von 19.3 – 18.4. (unter Voranmeldung) in der Galerie der Cselley Mühle Oslip zu besichtigen. 
 
Literaturpreis des Landes Burgenland 
Der alternierend als Preis oder Stipendium ausgeschriebene Literaturpreis ging für einen noch unveröffentlichten Prosatext an die aus Eisenstadt stammende Julia Lückl. Die bereits mehrfach ausgezeichnete Preisträgerin überzeugte die Jury, die sich aus der Literatin Mag.Petra Ganglbauer, der Vorjahresgewinnerin Johanna Seebauer und dem Leiter der Burgenländischen Landesbibliothek Dr. Jakob Perschy zusammensetzte – mit ihrer Kurzgeschichte „Der Lauf der Dinge“ und setzte sich damit gegen 34 MitbewerberInnen durch. 
 
Filmpreis des Landes Burgenland und der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol „grenzenlos“ 
Mit dem Los als Grenzregion, das beide Kulturpartner gleichermaßen als historische Last oder auch als Chance wahrnehmen, setzt sich dieser erste gemeinsame Filmpreis auseinander. Die geplante Präsentation der burgenländischen Siegerbeiträge auf dem renommierten Bolzano Film Festival Bozen musste leider coronabedingt abgesagt werden. 
 
Der Siegerpreis ging an dem aus Rettenbach stammenden Michael Friedrich für seine beiden Einreichungen „Buzka-Ski“ und „Grenzerscheinungen– Flucht.Punkt.Kunst“. Weitere Würdigungspreise erhielten Stephanie Rizaj für ihre Videoarbeit „As If Biting Iron“ sowie das Filmteam Daniel Böhm, Zoltán Galambos, Ronja Schwarz und Leonie Trobolowitsch – Schülerinnen und Schüler der HBLA Oberwart – für ihren Kurzfilm „Draw my life“. Insgesamt beteiligen sich zehn TeilnehmerInnen mit 13 Einreichungen am Wettbewerb. Der Jury gehörten Tatjana Berlakovich, Mag. David Kleinl und Alexander Karazman an. 
 
Dazu Kulturreferent Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Die Kultur ist auch ein Motor des Miteinanders und der Menschlichkeit. Dem muss die Politik Rechnung tragen. Dazu gehört eine Kulturpolitik, die Offenheit, Vielfalt, Innovation und Kreativität fördert, aber auch dafür sorgt, dass möglichst viele Menschen am kulturellen Leben teilhaben können. Die ausgezeichneten Persönlichkeiten erfüllen mit ihrem künstlerischen Schaffen nicht nur diesen kulturpolitischen Grundsatz, sie bereichern vielmehr unser Kulturleben, unsere Gesellschaft und stehen als Preisträger stellvertretend für den kulturellen Reichtum unseres Landes.“
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