Landesmedienservice Burgenland

Kulturstandort Güssing: Landesregierung fixiert Termin und Wortlaut der Volksbefragung

08.04.2021
LH Doskozil: Bevölkerung entscheidet am 27. Juni über größte Kulturinvestition im Landessüden

Die burgenländische Landesregierung hat die formalen Weichen für eine Volksbefragung zum Kulturstandort Güssing gestellt und sowohl den Termin – Sonntag, den 27. Juni 2021– als auch den Wortlaut fixiert. Damit wird ein weiteres Vorhaben des Regierungsprogramms plangemäß umgesetzt. 
 
Im Zukunftsplan Burgenland bekennt sich die burgenländische Landesregierung zur Sicherung bzw. Schaffung eines modernen Kulturzentrums in jedem Bezirk des Landes. Wie im Regierungsprogramm vorgesehen, soll die Bevölkerung des Bezirks Güssing Mitte 2021 darüber entscheiden, ob das stark sanierungsbedürftige KUZ Güssing oder die Burg Güssing zu einem modernen Kultur- und Veranstaltungszentrum ausgebaut werden soll, erklärt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Die Landesregierung bekennt sich damit klar zur – neben der Sanierung der Burg Schlaining – größten Kulturinvestition seit Jahrzehnten im Südburgenland. Je nach Standort werden wir zwischen 20 und 50 Mio. Euro investieren, um Güssing weit über die Grenzen des Landes hinaus als Kulturstandort zu stärken und das Südburgenland weiter nach oben zu bringen.“
 
Für ihn sei es ein starkes Zeichen für gelebte direkte Demokratie, dass die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks Güssing selbst entscheiden können, ob das Land in das KUZ Güssing oder in die Burg Güssing investieren soll: „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger des Bezirks Güssing ein, an dieser Befragung am 27. Juni teilzunehmen. Güssing kann nur gewinnen!“ 
 
Fragestellung festgelegt 
Festgelegt wurde neben dem Datum für die Volksbefragung auch die Fragestellung selbst. Diese lautet:
 
Die burgenländische Landesregierung hat sich in ihrem Regierungsprogramm dazu bekannt, die kulturelle Nahversorgung der Burgenländerinnen und Burgenländer durch ein modernes, den heutigen Ansprüchen angepasstes Kulturzentrum in jedem Bezirk zu gewährleisten. Zu diesem Zweck plant die Landesregierung eine umfassende Kultur-Investition in Güssing, wobei als Standort entweder das Kulturzentrum Güssing oder die Burg Güssing in Frage kommt.
 
Soll das Land Burgenland in der Stadtgemeinde Güssing
a) in einen Ausbau der Burg Güssing zu einem Kultur- und Veranstaltungszentrum investieren oder
b) in die Modernisierung des bestehenden Kulturzentrums investieren?
 
Es werde, so der Landeshauptmann, nun sicher auch politische Stimmen geben, die eine dritte Entscheidungsvariante - Investitionen in beide Objekte - einfordern würden. „Wer alles haben will, bekommt am Ende wenig, sagt ein Sprichwort. Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, mit dieser Kulturinvestition etwas Neues und Großes zu schaffen, das der Stadt Güssing und der gesamten Region zusätzlich Attraktivität verleiht, werden wir das mit halbherzigen Verbesserungen beider Standorte nicht erreichen. Es braucht hier den Mut für eine klare Entscheidung - und ich bin mir sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks Güssing sehr genau wissen, was sie für ihre Region wollen. Auch mit der Frage der Finanzierbarkeit muss ehrlich und seriös umgegangen werden.“ 
 
Informationsoffensive in Vorbereitung – Architektenwettbewerb geplant 
Zur Vorbereitung und Begleitung der Volksbefragung soll es eine Informationsoffensive geben. Ziel sei, eine auf Fakten basierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen, kündigt LH Doskozil an. Das Ergebnis der Volksbefragung soll Basis für die weitere Vorgangsweise sein. Geplant ist, dass die Landesimmobilien Burgenland als Projektleiter auf Grundlage von ersten Vorstudien einen internationalen Architektenwettbewerb für das Siegerobjekt ausschreiben. Anhand dieser Vorstudien wurden auch visualisierte Entwürfe erstellt, die als Orientierungshilfe dienen sollen. Der Baustart für den neuen Kultur-Hotspot in Güssing soll frühestens 2023 erfolgen. 
 
„Wir wollen diese Informationsoffensive sachlich, objektiv und ohne politische Präferenz so anlegen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger ein umfassendes Bild machen können. Diesen Prozess werden wir in den kommenden Wochen starten“, betont der Landeshauptmann. „Beide Projekte haben ihre Besonderheiten, die wir in der Informationskampagne auch klar ansprechen werden. Die Bürgerinnen und Bürger haben nun die Möglichkeit, zwischen einem umfassend modernisierten Kulturzentrum in Güssing oder einer zum attraktiven Veranstaltungsort ausgebauten Burg Güssing mit neuen, zeitgemäßen Zugangssystemen zu entscheiden. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, für mich als Landeshauptmann wird sie bindend sein,“ so LH Doskozil abschließend. 
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