SPÖ Burgenland

Maßnahmen zum Ende des Lockdowns: Was ab 19. April im Burgenland alles gilt

15.04.2021
Die geplanten Öffnungsschritte sowie Maßnahmen ab 19. April im Detail

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gab gestern bekannt, dass das Land Burgenland mit 19. April den Lockdown beenden wird. Der Handel sowie körpernahe Dienstleister dürfen wieder öffnen und an den Schulen wird der Präsenzunterricht wieder aufgenommen. Die Testungen werden dabei massiv intensiviert und die Öffnung wissenschaftlich begleitet. Insgesamt sollen rund 300.000 Testungen wöchentlich durchgeführt werden. Darüber hinaus werden Neusiedl am See und Parndorf eine eigene Modell-Testregion.
 
Das Burgenland kann bei der Sieben-Tages-Inzidenz und den täglichen Fallzahlen eine sehr gute Entwicklung verzeichnen und ist damit unter den Top-3-Bundesländern. Der Rücklauf wird sich zeitverzögert auf die Auslastung der Spitäler und die derzeit noch hohe Auslastung der Intensivstationen auswirken. 
 
Die geplanten Öffnungsschritte sowie Maßnahmen im Detail
 
» Schulen öffnen wieder. Ab Montag gilt an den Volksschulen sowie Sonderschulen wieder Präsenzunterricht. Schulen der Sekundarstufe I und II (auch Polytechnische Lehrgänge) werden im zweitägig wechselnden Schichtbetrieb geführt. Freitag ist für diese Schulen grundsätzlich Distance-Learning-Tag. Schülerinnen und Schüler, die in einem Internat Unterkunft nehmen, sind fünf Tage durchgehend im Unterricht und wechseln wochenweise. Getestet wird an den burgenländischen Schulen abhängig von den Präsenzphasen. Die VolksschülerInnen sowie InternatsschülerInnen, die eine Woche durchgehend Unterricht haben, werden drei Mal pro Woche getestet. Für die SchülerInnen der Sekundarstufen I und II gibt es am ersten Tag des zweitägigem Schichtbetriebes den Antigen-Test. Diese Tests sind verpflichtend. Bei Nichttesten muss das betroffene Kind in Home-Schooling gehen. 
 
» In Kindergärten und Krippen wird es für die vor Ort zu betreuenden Kinder dreimal wöchentlich und auf freiwilliger Basis sogenannte „Lollipop-Test“ als Testangebot geben. Die Tests werden vor Ort in den Kindergärten und -krippen aufliegen. Damit ist das Burgenland das erste Bundesland, das ein flächendeckendes Testangebot für die Kleinsten bewerkstelligt. 
 
» Auch körpernahe Dienstleister öffnen wieder. Der Eintritt erfolgt ausschließlich mit negativem Testergebnis und unter allen geltenden Sicherheitsmaßnahmen (FFP2-Maskenpflicht, 2-m-Abstand etc.). 
 
» Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer hat das Land Burgenland Betriebstestungen organisiert. So können sich die MitarbeiterInnen direkt in den Betrieben zweimal wöchentlich testen lassen. Negative Testergebnisse sind in weiterer Folge als Eintrittstests (etwa für Frisörbesuche) gültig. 
 
» In großen Einkaufszentren wird die Maskenpflicht am gesamten Gelände – also auch outdoor – verordnet. 
 
» Ein europaweit einzigartiges Projekt zur wissenschaftlichen Begleitung ist die Modell-Testregion: Neusiedl am See und Parndorf werden eigene Testgemeinden. Zweimal wöchentlich sollen nahezu alle EinwohnerInnen mittels einfacher „Spucktests“ getestet werden, um erstmals die konkreten Auswirkungen der Öffnungsschritte auf das Infektionsgeschehen wissenschaftlich belegen sowie analysieren zu können. So können wir in weiterer Folge alle notwendigen Schritte setzen, um auf die jeweilige Situation zu reagieren. Prof. Dipl.Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter – ein renommierter Wissenschafter der Medizinischen Universität Wien – wird dieses Projekt wissenschaftlich begleiten.
 
» Die Ausgangsbeschränkungen gelten ab Montag nur noch zwischen 20 Uhr und 6 Uhr.
 
Die Zahlen im Burgenland gehen derzeit zurück. Jetzt müssen wir alle gemeinsam und verantwortungsvoll handeln, damit das auch so bleibt! 
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