Landesmedienservice Burgenland

100 Jahre Burgenland: Das Burgenland blüht auf

16.04.2021
Das Jubiläum im Zeichen der Tulpe

Anlässlich 100 Jahre Burgenland erblüht in allen Bezirken des Landes sowie vor dem Landhaus in Eisenstadt und dem Wiener Rathaus ein Tulpenmeer in den burgenländischen Landesfarben Rot-Gelb. Die Blumenbeete symbolisieren die Fahne des Burgenlandes, mit der Zahl 100 in der Mitte, und rücken so das Jubiläum auch optisch in den Blickpunkt. „Das Land Burgenland feiert seine 100-jährige Zugehörigkeit zur Republik Österreich in einem sehr fordernden Jahr. Die Pandemie hat uns immer noch fest im Griff, viele Veranstaltungen zu unserem Jubiläum mussten daher verschoben werden oder finden online statt. Dass die Tulpenbeete in Form der burgenländische Fahne nun erblühen - ungeachtet der schwierigen Zeit - hat für mich starke Symbolkraft. Der blühende Geburtstagsgruß gibt nicht nur Anlass, uns an unsere Geschichte zu erinnern, sondern lässt mich auch hoffnungsvoll in die Zukunft blicken“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
 
 
Zum 100 Jahr Jubiläum kann das Burgenland auf eine imposante Entwicklung zu einer modernen und dynamischen Region zurückblicken. Der rot-gelbe Tulpengruß versinnbildlicht die heutige Blüte des Landes. „Mit diesen wunderschönen Tulpenbeeten schicken wir einen blühenden Geburtstagsgruß in alle Bezirke unseres Landes. Wir bringen das Jubiläum damit direkt zu den Menschen und wollen so die erfolgreiche Geschichte unseres Heimatlandes ins Bewusstsein aller Burgenländerinnen und Burgenländer rücken“, sagte dazu Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf. 
 
Noch im Herbst 2020 wurden in Hinblick auf den 100. Geburtstag in allen burgenländischen Bezirkshauptstädten sowie in der Landes- und Bundeshauptstadt Tulpenzwiebeln eingesetzt. Nun erstrahlen sie in ihrer vollsten Blütenpracht. Angelehnt an das Aufblühen der Natur soll dieses Blumenarrangement an das Wachstum sowie die Vielfalt des Burgenlandes erinnern. 
 
Carolus Clusius (1526-1609) - So kam die Tulpe ins Burgenland
Mit der Tulpe wird aber auch auf eine viel ältere Errungenschaft verwiesen. 1584 veröffentlichte der berühmte flämische Botaniker Carolus Clusius in Güssing als Gast am Hof der Batthyány die erste wissenschaftliche Pflanzenkunde des pannonischen Raums. Carolus Clusius war ein Universalgelehrter, der im 16. Jahrhundert weitläufige Forschungsreisen in ganz Europa unternahm und schließlich im Burgenland seinen wissenschaftlichen Wirkungskreis fand. Er war Hofbotaniker am Wiener Hofer und folgte darauf der Einladung der Batthyány, der Burgherren von Güssing und Schlaining, ins Burgenland. Sein bedeutendstes Werk befasst sich mit der Flora des pannonischen Raums und speziell mit den Pflanzen des heutigen Südburgenlandes. Auch soll er die ersten Tulpen ins Land gebracht haben. Aus der damals sehr teuren und seltenen Zierpflanze ist heute eine beliebte Gartenblume geworden. 
 
„Wir verdanken dem Botaniker Carolus Clusius nicht nur die Verbreitung der Tulpe in unserem Land, sondern auch vieler exotischer Nutzpflanzen. Diese hochinteressante Geschichte aus dem Fundus der burgenländischen Historie wollen wir gerne mit allen Burgenländerinnen und Burgenländern teilen“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf unisono. Im Innenhof der Friedensburg Schlaining erinnert heute die sogenannte „Clusius Ecke“ an dessen Wirken im Burgenland. Clusius‘ Werk wird auch in der Jubiläumsausstellung „Wir sind 100. Burgenland schreibt Geschichte“, die im August auf der Friedensburg eröffnet wird, Platz finden. Weitere Infos unter www.wirsind100.at bzw. #wir sind 100.
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