Adobe Stock/bilderstoeckchen

LH Doskozil: Brauchen praktikable Spielregeln für Festivals

Nicht-berufliche Kulturveranstalter sollen proben können

07.05.2021
„Kompromisse zwischen Sicherheitsaspekten und Anliegen der Kulturtreibenden finden!“

Die rechtlichen Vorgaben, unter denen ab 19. Mai Corona-bedingte Beschränkungen in wesentlichen Bereichen fallen sollen, werden vom Bund derzeit vorbereitet. Die diesbezügliche Verordnung liegt den Ländern derzeit noch nicht vor, das Burgenland werde sich aber konstruktiv einbringen, hat Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bereits angekündigt. Als Kulturreferent sehe er im Hinblick auf den derzeitigen Ankündigungsstand noch wesentlichen Verbesserungsbedarf, betonte Doskozil heute: „Wir brauchen einerseits für die großen Festivals und Kulturveranstaltungen praktikable Spielregeln – eine ‚Sperrstunde‘ schon um 22 Uhr wäre z.B. nur schwierig organisierbar. Gleichzeitig müssen wir darauf schauen, dass auch nicht-berufliche Theater- und Kulturvereine endlich den Probebetrieb aufnehmen können.“ 
 
Derzeit gebe es eine Beschränkung des Probebetriebs auf beruflich bedingte Proben bzw. Aufführungen. Das schließe beispielsweise Amateurtheatergruppen, Blasmusikkapellen, Chöre, Tanzvereinigungen und Volkskulturgruppen aus. Im Burgenland stehen deshalb derzeit sowohl die Passionsspiele in St. Margarethen als auch viele andere ehrenamtlich tätige Kulturveranstalter vor erheblichen Problemen. Er habe diese kulturpolitischen Anliegen gestern – neben anderen Themenbereichen, wie z.B. einer niederschwelligen Teststrategie – auch in der Videokonferenz der Gesundheitsreferenten mit dem neuen Gesundheitsminister Mückstein deponiert, betont der Landeshauptmann: „Ich bin zuversichtlich, dass da gute Kompromisse zwischen berechtigten Sicherheitsaspekten und den Anliegen der Kulturtreibenden gefunden werden können.“
+
Video im Thema ""