Landesmedienservice Burgenland

Spatenstich zur Gesundheitseinrichtung Weppersdorf

25.05.2021
Wohnortnahe Gesundheitsversorgung der Bevölkerung wird gewährleistet / Pilotprojekt: KRAGES besetzt freie Kassenstelle in Form einer dislozierten Ambulanz

In Weppersdorf wird eine neue Gesundheitseinrichtung gebaut. Neben einem allgemeinmedizinischen Bereich wird die Gesundheitseinrichtung Weppersdorf (GEW) zusätzliche Flächen für andere Gesundheitsdienstleister bieten. Im Obergeschoss sind fünf Wohnungen geplant. Bauträger ist die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft. Mit einem corona-konformen Spatenstich wurde gestern, Montagnachmittag, offiziell der Bau des Gebäudes gestartet. Die seit 2020 und nach mehreren erfolglosen Ausschreibungen unbesetzte Kassenvertragsarztstelle in Weppersdorf wird von der KRAGES in Form einer dislozierten Ambulanz vorübergehend besetzt. „Mit dem Bau der neuen Gesundheitseinrichtung Weppersdorf und der Einrichtung einer dislozierten Ambulanz wird die wohnortnahe Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gewährleistet“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. 
 
Unmittelbar neben der Gesundheitseinrichtung sollen drei Wohnblöcke mit je acht Wohneinheiten für das „Wohnen im Alter“ entstehen. Die Pfarrgemeinde stellt den Grund zur Verfügung und erhält neben der Gesundheitseinrichtung Weppersdorf ein neues Pfarrhaus. Fertigstellung voraussichtlich im Herbst 2022. 
 
Pilotprojekt „Dislozierte Ambulanz“
Die KRAGES wird im Rahmen eines Pilotprojektes die mehrmals erfolglos ausgeschriebene Kassenstelle in Weppersdorf im Rahmen einer „dislozierten Ambulanz“ vorübergehend besetzen. Das Pilotprojekt wurde von der KRAGES in enger Abstimmung mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) entwickelt. Die dislozierte Ambulanz ist eine Übergangslösung, bis sich eine Ärztin oder ein Arzt bereit erklärt, die Stelle zu besetzen. 
 
In Weppersdorf werden die Ordinationsräumlichkeiten der ehemaligen Gemeindeärztin – diese ging 2020 in Pension – barrierefrei umgebaut und dort die dislozierte Ambulanz untergebracht. Anfang August 2021 wird die Ambulanz den Betrieb aufnehmen – zunächst mit voraussichtlich 15 Wochenstunden. Eine Ausdehnung der Öffnungszeiten ist geplant. 
 
Dichtes Netz an Förderungen
Zur Förderungen der Gesundheitsversorgung hat das Land Burgenland ein engmaschiges Netz an Fördermöglichkeiten geknüpft. Ärztinnen und Ärzte werden bei der Gründung bzw. der Übernahme von Ordinationen vom Land finanziell mit Zuschüssen unterstützt. Dies gilt sowohl für den allgemeinmedizinischen Bereich als auch für den Facharztbereich. 
 
Bei der Ausbildung hilft das Land mit gratis Studienplätzen an der Danube Private University (DPU) in Krems für burgenländische Medizinstudentinnen und Medizinstudenten. Voraussetzung ist eine Verpflichtung, fünf Jahre lang den Arztberuf an einer Kassenstelle oder in einem Krankenhaus im Burgenland auszuüben. Zwölf Stipendien wurden bereits vergeben. 
 
Außerdem werden Medizinstudierende sowie Turnusärztinnen und -ärzte, die sich bereit erklären, nach der Ausbildung als Ärztin oder Arzt für Allgemeinmedizin im Burgenland eine Kassenvertragsstelle für mindestens fünf Jahre zu besetzen, mittels eines Stipendiums unterstützt. Und: Vorbereitungskurse zum Uni-Aufnahmetest für angehende Medizinstudentinnen und -studenten sind kostenlos. 
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