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COVID-19-Hilfsmaßnahmen: Burgenland in der Coronakrise Sozialland Nr. 1

25.06.2021
LH Doskozil: „Es muss selbstverständlich sein, dass diejenigen, die von dieser Krise besonders betroffen sind, diejenigen sind, die unsere Unterstützung verdienen“

Kein anderes Bundesland hat während der Coronakrise so viel Geld zur Unterstützung des Sozialbereiches in die Hand genommen wie das Burgenland, das bestätigt auch der heute veröffentlichte Rechnungshofbericht des Bundesrechnungshofes. 41% der Zuschüsse und Sachleistungen flossen in Maßnahmen zur Unterstützung des Sozialbereiches, 53% in Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft. Auch die Kultur wurde mit zielgerichteten Maßnahmen überdurchschnittlich stark gefördert. Mit der Einsetzung des COVID-19-Kontrollausschusses und eines eigenen Kontrollgremiums zur Überwachung der finanziellen Hilfsmaßnahmen, nimmt das Burgenland österreichweit eine Vorreiterrolle hinsichtlich Transparenz ein. 
 
„Klatschen alleine reicht nicht, diese Leistungsträgerinnen und Leistungsträger brauchen auch eine faire Anerkennung für die Leistungen, die sie erbracht haben – es muss selbstverständlich sein, dass diejenigen, die von dieser Krise besonders betroffen sind, diejenigen sind, die unsere Unterstützung verdienen. Daher haben wir ein besonders starkes Augenmerk auf Fördermaßnahmen mit sozialer Ausrichtung gelegt“, so Landeshauptmann Doskozil. 
 
Mit Maßnahmen wie der Corona-Gefahrenzulage für MitarbeiterInnen im Pflege- und Betreuungsbereich, dem Bonus für 24-Stunden-PflegerInnen oder Förderungen für Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser hat das Burgenland ein klares Schwergewicht auf sozial treffsichere Maßnahmen gesetzt. Auch die als Wirtschaftshilfen ausgewiesenen Maßnahmen wie das Burgenland Bonusticket oder der Handwerkerbonus tragen eine klare soziale Handschrift und unterstützen neben den regionalen Betrieben auch Burgenländerinnen und Burgenländer – mit diesen beiden Initiativen soll sichergestellt werden, dass der Urlaub in der Heimat oder der Umbau des Eigenheimes auch während der Krise leistbar bleibt. 
 
Wirtschafts- und Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann betont: „Die COVID-19 Krise hat zahlreiche Branchen der burgenländischen Wirtschaft hart getroffen. Aber vor allem auch das gewohnte soziale Gefüge im Land war durch die pandemiebedingten Einschränkungen von einem starken Einschnitt gekennzeichnet. Wir haben mit umfassenden Maßnahmenpaketen gegengesteuert, um soziale Härten abzufedern und den Wirtschaftsmotor wieder anzukurbeln. Ein sehr hohes Maß an Transparenz war dabei für uns oberste Prämisse - dies hat auch der gegenständliche Bericht des Rechnungshofs festgestellt. 
 
Auch für den Kulturbereich habe das Burgenland ein wirkungsvolles Hilfsnetz geknüpft, das – gemessen am Ausmaß der Gesamtleistungen – den zweiten Platz nach Niederösterreich bedeutet, so LH Doskozil: „Neben der Ausschreibung von Arbeitsstipendien haben wir mit dem Kulturgutschein eine besonders innovative Maßnahme gesetzt, die die Nachfrage nach Werken und Leistungen burgenländischer Kulturschaffender angekurbelt hat. Weil diese Initiative so gut angenommen wurde, haben wir sie bis Ende dieses Jahres verlängert.“
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