Landesmedienservice Burgenland

Biofeldtage: Plattform für nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft

06.08.2021
2. Biofeldtage am Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen am 6. und 7. August 2021

Zum zweiten Mal nach der erfolgreichen Premiere 2018 finden am 6. und 7. August 2021 die Biofeldtage am Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen statt. Knapp 200 Aussteller aus den Bereichen Landtechnik, Pflanzenbau und Tierhaltung präsentieren auf mehr als 70 Hektar ihre Produkte, Neuheiten und Entwicklungen. Zielpublikum sind interessierte Konsumenten und landwirtschaftliche Betriebe, die sich über den aktuellen Wissensstand im Biolandbau informieren und fachlich austauschen können. Die BesucherInnen erwartet ein Rahmenprogramm mit Maschinen- und Technikvorführungen, einer Tier- und umfangreichen Sortenschau und zahlreichen Fachvorträgen; für Kinder gibt es auf einem mehr als einem Hektar großen Areal ein eigenes Programm. Am Freitag, 6. August 2021, nahm Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gemeinsam mit Esterhazy-Generaldirektor Stefan Ottrubay und Matthias Grün, Geschäftsführer der Pannatura GmbH, die Eröffnung vor.
 
„Die Biowende ist ein sehr großes Thema in der Landespolitik, dem wir uns zu stellen haben“, betonte Landeshauptmann Doskozil bei der Eröffnung. Der Bioflächenanteil im Burgenland habe seit der Einleitung der Biowende im Jahr 2019 von 31 % auf aktuell 37 % gesteigert werden können. Dieser Weg müsse konsequent weitergegangen werden, das bedürfe noch großer Anstrengungen. „Bio ist nicht nur ein Schlagwort, es ist ein Lebensgefühl, eine Lebenseinstellung, die man nicht verordnen, sehr wohl aber vorleben kann. Die Politik macht gewisse Vorgaben und schafft Rahmenbedingungen, man muss aber auch viel Überzeugungsarbeit leisten. Dass Bio wichtig ist - für die Natur, die Umwelt, für das Tierwohl und für die eigene Gesundheit -, das muss man ständig transportieren, dann kann man die Bevölkerung auch mitnehmen“.
 
Der Einstieg in die nachhaltige Landwirtschaft sei vor zwanzig Jahren nicht ganz so einfach gewesen, erinnerte sich Esterhazy-Generaldirektor Ottrubay. „Damals war das Verständnis in der breiten Bevölkerung und das Wissen um die Nachhaltigkeit noch nicht sehr verbreitet. Wir haben dann mit einem kleinen Führungsteam entschieden, den Weg der Nachhaltigkeit zu gehen. Wir haben einen guten Berater und ein Beraterteam gefunden, und drei Jahre später waren wir hier am Seehof schon voll biologisch tätig“. Der Nachhaltigkeitsgedanke sei in der Folge auf andere Unternehmensbereiche übertragen worden, mittlerweile habe man am Seehof bereits den sechsten Nachhaltigkeitsbericht vorgestellt. „Jetzt, nach zwanzig Jahren, sind wir absolut am richtigen Weg“.
 
Knapp 200 Aussteller, mehr als 140 Programmpunkte
Knapp 200 Aussteller – 2018 waren es noch 150 – sind bei den 2. Biofeldtagen dabei. Zielpublikum sind Landwirtschaftsbetriebe – ob biologisch oder konventionell –, denen sich reichlich Gelegenheit zum fachlichen Austausch und für einen Überblick über den aktuellen Wissensstand im Biolandbau bietet, und interessierte KonsumentInnen. Geboten werden Maschinen- und Technikvorführungen, eine Tier- und umfangreiche Sortenschau ebenso wie ein reichhaltiges Programm an Fachvorträgen, Workshops und geführten Exkursionen. Mehr als 70 Landtechnikmaschinen live im Praxiseinsatz und über 100 Bio-Sortenversuche sind zu sehen, in der Tierschau werden seltene Nutztierrassen gezeigt. Auf einem mehr als einen Hektar großen Areal wurde ein eigener Kinderbereich gestaltet.
 
Burgenland ist Bio-Vorzeigeland
Im Burgenland gibt es mehr als 1.100 Biobetriebe, aktuell werden rund 37 % der landwirtschaftlichen Flächen biologisch bewirtschaftet. 2019 hat das Land Burgenland die Biowende eingeleitet; Basis ist ein 12 Punkte-Plan. Ziel ist es unter anderem, den Anteil der Bioflächen im Land bis 2027 auf 50 % zu steigern.
 
Detaillierte Informationen zu den Biofeldtagen
Weitere Informationen, das detaillierte Veranstaltungsprogramm und der Lageplan sind auf www.biofeldtage.at zu finden.
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