Landesmedienservice Burgenland

Gedenken an die Gefallenen der Übergabe des Burgenlandes an Österreich im Jahr 1921

06.09.2021
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei Kranzniederlegung am Grab des 1921 gefallenen Gendarmeriebeamten Felix Dellavedova in Bubendorf 

Kaum ein anderes Bundesland hatte für den Anschluss an Österreich so kämpfen müssen wie das Burgenland. Und kaum ein anders Bundesland hatte so einen hohen Blutzoll zu entrichten, denn die Übergabe von Deutschwestungarn an die junge Republik Österreich war alles andere als eine friedliche. Bei der sogenannten Landnahme des Burgenlandes kamen in der Zeit von März 1921 bis Ende 1921 insgesamt 34 Soldaten des Österreichischen Bundesheeres und 13 Gendarmeriebeamte ums Leben. Unter den gefallenen Gendarmen war Felix Dellavedova aus Andraz, geboren am 11.9.1889 nahe Cortina d´Ampezzo. An seinem Grab, am Friedhof von Bubendorf, fand heute im Beisein von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Wolfgang Wildberger, Landesgeschäftsführer Schwarzes Kreuz Österreich für das Burgenland, und ÖKB Landespräsident Ernst Feldner
 eine feierliche Kranzniederlegung im Gedenken der Gefallenen des Anschlusses des Burgenlandes an Österreich im Jahr 1921 statt. 
 
„Das Jubiläumsjahr anlässlich 100 Jahre Burgenland ist nicht nur Anlass zum Jubeln und ein Anlass Stolz auf das Geschafft zu sein. Das Jubiläumsjahr 2021 ist auch ein Anlass der Menschen zu gedenken, die ihr Leben lassen mussten, damit wir heute, hier und jetzt, unser Leben führen können. Menschen wie Felix Dellavedova sind Teil unserer Geschichte und wir werden ihm und all seinen Kammeraden ein lebendiges Andenken bewahren“, betonte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil im Rahmen der feierlichen Kranzniederlegung. 
 
Die Menschen, die für den Anschluss des Burgenlandes ihr Leben lassen mussten stammten aus dem Burgenland, aus der Steiermark, aus Niederösterreich, Wien und sogar aus Tirol. Darunter war Felix Dellavedova aus Andraz, geboren am 11.9.1889 nahe Cortina d´Ampezzo, auf dem Gebiet des heutigen Südtirol. Er war einer jener Gendarmen, die in Entsprechung der Friedensverträge von St. Germain und Trianon das Burgenland in Besitz nehmen sollten. Als Teil der Kolonne 6 wurde er in der Umgebung von Deutsch Gerersdorf – Pilgersdorf eingesetzt. Diese Kolonne geriet am 5. September 1921 in Kampfhandlungen mit weit stärkeren Freischärlerverbänden. Felix Dellavedova wurde am 5. September tödlich getroffen und in Bubendorf am Tag darauf begraben. Er wurde 32 Jahre alt. 
 
Doskozil: „Dellavedova steht sinnbildlich für die vielen österreichischen Gendarmen und Soldaten, die ihr Leben für die Verteidigung der jungen Republik Österreich riskiert haben. 47 von ihnen wurden hier getötet. Österreich – und besonders wir Burgenländerinnen und Burgenländer – haben Felix Dellavedova und den 47 gefallenen Angehörigen des Bundesheeres und der Gendarmerie unendlich viel zu verdanken.“
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