Landesmedienservice Burgenland

Pflege & Soziales: Neue Säule in der Landesholding wird weiter ausgebaut

20.09.2021
LH Doskozil: „Soziale Dienste Burgenland GmbH vereint alle landeseigenen Unternehmen aus Bereichen Soziales und Pflege unter einem Dach“

„Pflege & Soziales“, zusätzlich zum Bereich Sport das neueste Geschäftsfeld („Säule“) der Landesholding Burgenland, nimmt nunmehr auch in Form einer landeseigenen GmbH zunehmend Gestalt an. Die Soziale Dienste Burgenland GmbH (SDB) ist als Nachfolgerin der früheren KRAGES-Tochter Psychosozialer Dienst Burgenland GmbH (PSD) seit Jahresbeginn operativ tätig und bekommt seither schrittweise neue Aufgaben hinzu. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann und Dr. Johannes Zsifkovits, neuer Geschäftsführer der Soziale Dienste Burgenland GmbH, berichteten heute im Rahmen einer Pressekonferenz über die konkreten Aufgaben und Ziele der GmbH. Dazu LH Doskozil: „In der Soziale Dienste Burgenland GmbH werden sämtliche Aufgaben im Bereich Pflege und Soziales zusammengeführt, neu organisiert und implementiert. Durch die Holding sind wir sehr flexibel, können rasch agieren bzw. reagieren, und weiters Kooperationen mit Organisationen außerhalb unserer Struktur eingehen – beispielsweise der Volkshilfe oder der Caritas“. 
 
Die Landesholding Burgenland GmbH hat zehn Geschäftsbereiche („Säulen“). Die SDB fungiert in der „Säule Pflege & Soziales“ als Leitgesellschaft, die einerseits eine Steuerungs- und Koordinationsfunktion hat und andererseits selbst operativ tätig ist – indem sie Patientinnen und Patienten bzw. Klientinnen und Klienten betreut. Soziallandesrat Schneemann erklärte dazu: „Mit der Implementierung der neuen GmbH haben wir die Weichen gestellt, damit wir den Zukunftsplan Pflege erfolgreich umsetzen können. Es war daher eine sinnvolle und zukunftsweisende Zusammenführung von Bereichen sowie eine klare Positionierung gegenüber anderen Säulen. Die Säule „Pflege & Soziales“ wird auch selbst operativ tätig sein“. Geschäftsführer der SDB ist Dr. Johannes Zsifkovits, zuvor Leiter der Stabsstelle Betriebsorganisation in der KRAGES sowie Geschäftsführer des Psychosozialen Dienstes. 
 
Mit Stand September 2021 hat die SDB folgende Geschäftsbereiche (mit insgesamt 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern): 
-    Psychosozialer Dienst Burgenland 
-    Kinder- und Jugendpsychiatrie Burgenland 
-    Suchtkoordination und Suchtprävention im Burgenland 
-    Landeskoordination für Hospiz- und Palliativversorgung 
-    Mobile Hospiz- und Palliativversorgung 
-    Frauenhaus und Sozialhaus Burgenland 
-    Sonnenmarkt & Sonnencafé Burgenland (Sozialmärkte) 
-    Langzeitpflege (Pflegewohnhaus) 
-    Hauskrankenpflege 
-    Burgenländische Impf- und Testzentren (Administration) 
 
Nächste Schritte 
Als nächstes plant die SDB in Abstimmung mit dem Eigentümer auch die Pflegeservice Burgenland GmbH in die Säule „Pflege & Soziales“ zu integrieren. Bei dieser gemeinnützigen Landestochter sind jene mehr als 200 Personen angestellt und voll sozial abgesichert, die pflegebedürftige Angehörige betreuen und dafür auf Basis des burgenländischen Mindestlohns je nach ihrer Pflegesituation entlohnt werden. Dieses burgenländische Erfolgsmodell gilt mittlerweile in ganz Österreich sowie über die Grenzen hinaus als bespielgebend. Anfang Oktober eröffnet in Oberwart zudem auch die erste Filiale des neuen vom Land Burgenland initiierten Sozialmarkt- und Sozial-Café-Konzeptes. 
 
Steuerung und Koordinierung von „Pflege & Soziales“ 
Grundsätzlich ist das strategische Ziel der SDB, den Pflege- und Sozialbereich inklusive der Sozialpsychiatrie im Burgenland abzusichern – mit dem primären Ziel einer optimalen und vor allem auch wohnortnahen Versorgung. Die SDB soll hierzu innovative Konzepte entwickeln. Möglich sind im Sinne der wohnortnahen Versorgungssicherheit auch Übernahmen von Einrichtungen im Pflege- und Sozialbereich, die von einer Schließung bedroht sind. Durch die Übernahme von Steuerungs- und Koordinationsfunktionen durch die SDB sollen in der Säule „Pflege und Soziales“ auch Effizienzsteigerungen vor allem in der Verwendung der öffentlichen Gelder möglich werden.
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