Landesmedienservice Burgenland

Wie die Burgenländerinnen und Burgenländer zur EU stehen

29.09.2021
Landeshauptmann Doskozil: „EU geht uns alle an – müssen Schrauben im Sozialbereich ansetzen und für Ausgleich sorgen“

„Die Europäische Union ist eine Gemeinschaft. Die gemeinsamen Herausforderungen müssen auch gemeinsam bewältigt werden. Die größte und wichtigste Stellschraube auf dem Weg in die Zukunft der Europäischen Union ist der Sozialbereich. Wir müssen alle mitnehmen, auch sozial Schwächere und jene am Existenzminimum,“ so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der Präsentation einer Studie der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) heute, Mittwoch, gemeinsam mit Landtagspräsidentin Verena Dunst. Die Studienergebnisse, präsentiert und kommentiert vom Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Martin Selmayr, und ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt, zeichnen das Meinungsbild der Burgenländerinnen und Burgenländer in Bezug auf die Zukunft der EU – dieses zeigt ein hohes Interesse an der Politik in der EU und ausgeprägte Partizipationsbereitschaft in Bezug auf die Zukunftsdebatte. Fast die Hälfte der Befragten bemerken die EU-Mitgliedschaft im Burgenland positiv. Die Topthemen für die EU sind für die Burgenländerinnen und Burgenländer die Eindämmung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen, eine einheitliche EU-Migrations- und Asylpolitik, Klima- und Umweltschutz und die Verringerung der Kluft zwischen Arm und Reich.
 
 
Die Herausforderung der europäischen Zusammenarbeit liegt für Landeshauptmann Hans Peter Doskozil im Stellen der Weichen für die drei großen Themenlagen Sozialpolitik, Sicherheit und gesellschaftliche Zufriedenheit. Im Burgenland erwarte man sich von den Mitgliedsstaaten auf europäischer Ebene gemeinsame Lösungen für derartige große Bereiche, betont Landeshauptmann Doskozil. Als Beispiel führt er die Migrationskrise an und blickt auf die nach dem BREXIT angespannte wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Lage Großbritanniens. Entscheidend ist für ihn die Klima- und Umweltpolitik – nicht nur als interdisziplinäres Thema innerhalb der EU, sondern auch auf allen Ebenen der Politik. 
 
„Das Burgenland hat sehr von der EU-Mitgliedschaft Österreichs profitiert. Um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die EU zu fördern ist es allerdings wichtig, dass es zwischen der EU und den Regionen einen beiderseitigen Dialog gibt. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass sich Martin Selmayr im Rahmen der Zukunftstour ein Bild vom Burgenland als Modellregion gemacht hat“, sagt Landtagspräsidentin Verena Dunst. 
 
Landeshauptmann Doskozil bedankte sich ausdrücklich beim Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Martin Selmayr, für dessen offene Ohren für die burgenländische Bevölkerung. Dieser schlägt in Doskozils Kerbe: „Die Krise hat das Leben in Europa grundlegend verändert. Das menschliche Leben hängt von Solidarität ab. Daher treten wir, als Vertreter der Politik, jetzt umso mehr in den Dialog mit der Bevölkerung. Denn Aufklärung nimmt Populismus den Nährboden. Dabei sind alle gefragt: regionale und nationale Regierungen, genauso wie Europa und die globale Politik!“ 
 
Anerkennende Worte findet er für die burgenländische Volksgruppenpolitik. Er kenne keine andere Region, in welcher die Volksgruppen so vorbildlich zusammenarbeiten wie hierzulande, gratuliert Selmayr dem Landeshauptmann. Ebenfalls als vorbildlich bezeichnet er die bundesweit beste Corona-Impfquote im Burgenland und das heimische Impfmodell, in dessen Rahmen die Burgenländische Landesregierung keinen Populismus zugelassen habe. 
 
Studie: Das Meinungsbild der Burgenländerinnen und Burgenländer zur EU-Zukunftsdebatte 
Von 5. bis 12. Juli 2021 wurden im Rahmen einer repräsentativen Österreich-Umfrage 500 Personen und im Rahmen von neun repräsentativen Bundesländer-Umfragen je 600 Personen zur Zukunftsdebatte der EU befragt. Das Burgenland-Sample umfasst Befragte von 16 bis 79 Jahren und ist repräsentativ für Alter, Geschlecht, Region und Bildung. 
 
Die Ergebnisse der Studien findest du hier!
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