Landesmedienservice Burgenland

Hochwasserschutz für Grafenschachen und Loipersdorf-Kitzladen feierlich eröffnet

04.10.2021
Knapp 14 Millionen Euro fließen heuer in Hochwasserschutz-Projekte. LH Doskozil und LR Dorner unisono: „Die Sicherheit der Bevölkerung und somit auch der Hochwasserschutz sind primäre Anliegen des Landes Burgenland. Die Umsetzung dieses Projektes ist ein strahlendes Beispiel für die Sicherung von attraktivem Lebensraum.“

Die Aufzeichnungen von Schadensfällen in Folge von Hochwasserereignissen am Stögersbach und Kroisbach reichen weit in die Vergangenheit zurück. In den vergangenen Jahren häuften sich die Hochwasser in Grafenschachen, Loipersdorf-Kitzladen, Markt Allhau und Wolfau. Im Sommer 2018 kam es zu besonders massiven Schäden auf Grund von Überschwemmungen entlang der beiden Bäche. Von Grafenschachen bis Wolfau waren die Ortszentren überflutet, die Schäden für die Betroffenen waren enorm. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zeigte sich bei der Eröffnung der Hochwasser-Rückhaltebecken in Loipersdorf erfreut, dass nun die Umsetzung eines umfassenden Hochwasserschutzes entlang des Stögersbaches und Kroisbaches gelungen ist. „Der Schutz vor Naturkatastrophen ist dem Land Burgenland nicht erst seit den europaweiten Starkregenereignissen der letzten Jahre ein wichtiges Anliegen. In den vergangenen Jahren wurden aber besonders die Gemeinden entlang des Stögersbaches mehrmals schwer von extremen Wetterereignissen getroffen. Bund, Land und Gemeinden haben hier gemeinsam ein umfassendes Hochwasserschutzprogramm umgesetzt. Damit wurden wichtige Investitionen in den vorbeugenden Hochwasserschutz getätigt, um die Gemeindeinfrastruktur und das Hab und Gut der Bewohnerinnen und Bewohner auch für die kommenden Generationen zu schützen“, betont Doskozil. 
 
Das Hochwasserschutzprojekt in Loipersdorf-Kitzladen ist Teil eines Gesamtprojektes mit der Gemeinde Grafenschachen. Insgesamt wurden dabei am Stögersbach sowie am Kroisbach drei Rückhaltebecken mit einem Investitionsvolumen in der Höhe von 3,5 Millionen Euro (50% Bund, 40% Land, 10% Gemeinden) errichtet. Vor allem die Gemeinde Grafenschachen an der burgenländisch-steirischen Grenze muss die Wassermengen, die vom Wechselgebiet kommen, managen. Zur Regulierung der Hangwässer wurde daher im Bereich Gstauda ein kleines Rückhaltebecken und ein Ableitungskanal in den Stögersbach errichtet. Ein weiteres Rückhaltebecken befindet sich in Kroisbach, der steirischen Nachbargemeinde von Kroisegg. Das dritte Becken entstand nun am Ortsrand der Gemeinde Loipersdorf. Diese drei Becken sollen den Schutz der Gemeinden sicherstellen. 
 
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil erinnert sich: „Wir alle haben noch die dramatischen Bilder der schrecklichen Naturkatastrophe im Sommer 2018 im Kopf. Umso schöner ist es heute hier zu stehen und zu sehen, was durch den starken Zusammenhalt und das Miteinander vieler Beteiligter geschafft wurde. Gemeinsam ist es gelungen die Gemeinden am Krois- und Stögersbach bestmöglich vor weiteren Katastrophen zu schützen. Dieses Projekt ist ein Musterbeispiel, wie man ein umfassendes Hochwasserschutzprogramm gemeinsam umsetzen kann - auch dank des großen Engagements der Bürgermeister von Grafenschachen und Loipersdorf-Kitzladen, Marc Hoppel und Thomas Böhm.“
 
Landesrat Heinrich Dorner: „Die Überflutungen der letzten Jahre haben in vielen Regionen Österreichs die zerstörerische Kraft des Wassers mehr als deutlich gezeigt. Sie zeigen aber auch, wie wichtig unsere Maßnahmen zum Schutz vor Naturgefahren sind. Seit 2010 sind rund 150 Millionen Euro in Bauvorhaben und Instandhaltungsmaßnahmen für den Hochwasserschutz geflossen. Diese Bauprojekte der letzten Jahre haben voll ihren Zweck erfüllt – nämlich Schäden zu minimieren und die Bevölkerung und Infrastruktureinrichtungen in den betroffenen Gemeinden bestmöglich vor Hochwasser zu schützen.“ Insgesamt fließen heuer knapp 14 Millionen Euro in burgenländische Hochwasserschutz-Projekte. 
 
Millionen für Schutz der Bevölkerung 
·    Seit 1990 wurden im Burgenland rund 240 Rückhaltebecken errichtet. 
·    Seit 2010 wurden im Burgenland rund 76 Millionen Euro für Baumaßnahmen des Hochwasserschutzes investiert. Finanziert werden die Projekte von Bund, Land und Interessent (Gemeinden, Wasserverbände), durchschnittlich im Verhältnis von 50:40:10 
·    Seit 2010 wurden im Burgenland auch rund 73 Millionen Euro für die Instandhaltung der Hochwasserschutzanlagen und entlang der Gewässerstrecken investiert. Finanziert wurden/werden die Projekte von Bund, Land und Gemeinden im durchschnittlichen Verhältnis von 50:30:20) 
·    Neben den laufenden Instandhaltungsmaßnahmen befinden sich derzeit 23 schutzwasserbauliche Maßnahmen in Umsetzung, weitere 5 Hochwasserschutzprojekte befinden sich in der Planungsphase. 
·    Im Jahr 2021 werden 2021 werden rund 13,7 Mio. Euro in Bauvorhaben und Instandhaltungsmaßnahmen für den Hochwasserschutz investiert.
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