Landesmedienservice Burgenland

Doskozil: Land stärkt Kulturschaffenden in der Corona-Krise den Rücken

23.11.2021
Erfolgsprojekt „Kulturgutscheine“ erlebt ab 1. Dezember Neuauflage – 30 Arbeitsstipendien als Soforthilfe

Das Land Burgenland startet mit bewährten Initiativen neu durch, um Kulturschaffenden während der Covid-19-Krise den Rücken zu stärken. Das Mitte 2020 gestartete Erfolgsprojekt „Kulturgutscheine“, dessen Budgettopf im November zur Gänze aufgebraucht war, wird in einer erneuerten Variante ab 1. Dezember wieder aufgelegt und bis Ende 2022 weiterlaufen, gab Landeshauptmann Hans Peter Doskozil heute bekannt. Darüber hinaus werden angesichts des aktuellen Lockdowns und der zu erwartenden Auswirkungen auf die Kunstszene als Soforthilfe vorerst 30 Arbeitsstipendien zu jeweils 2.500 Euro vergeben. Insgesamt stellt das Land damit 175.000 Euro zusätzlich für burgenländische Kulturschaffende zur Verfügung. „Der Kulturgutschein hat sich als Unterstützungsinstrument bewährt und auch eine überaus positive Resonanz im Kultursektor gefunden. Die Verlängerung soll mit dazu beitragen, die Marktsituation für burgenländische Kunstschaffende zu stabilisieren. Mit den Arbeitsstipendien können wir vor allem jene Künstlerinnen und Künstler aktiv unterstützen, die jetzt auf Engagements verzichten müssen und ohne Aufträge dastehen“, so Doskozil. Auch die burgenländische Künstlerin Birgit Sauer, mit der sich der Landeshauptmann über kulturpolitische Fragen ausgetauscht hat, begrüßt diese Maßnahmen: „Mit dem Kulturgutschein hat das Land eine gute Idee schnell und zur richtigen Zeit umgesetzt. Ich freue mich sehr, dass es jetzt auch zu einer Verlängerung dieser Aktion kommt. Das ist ein schönes Beispiel, wie die Kulturpolitik im Burgenland offen und unbürokratisch auf aktuelle Herausforderungen reagiert.“
 
Die Kulturgutscheine sind als Pilotprojekt im Juni 2020 angelaufen, wurden im Mai 2021 nochmals verlängert und haben rasch eine große Akzeptanz gefunden. Das Land hat über diese Gutscheine, die in einer limitierten Edition aufgelegt wurden, 25 Prozent bei Ankäufen von Werken und Leistungen burgenländischer KünstlerInnen durch Privatpersonen subventioniert. Mit 200.000 Euro an Landesmitteln wurden damit 800.000 Euro an Gesamtinvestition ausgelöst. Insgesamt haben sich 132 Künstlerinnen und Künstler an diesem Projekt beteiligt. Kulturgutscheine wurden von 1074 Personen erworben. 
 
„Kulturgutschein 2022“ ab 1. Dezember 
Da das zur Verfügung stehende Budgetvolumen mit 11. November zur Gänze aufgebraucht war, läuft nun mit 1. Dezember eine neue Kulturgutschein-Aktion an – rechtzeitig zur für viele KünstlerInnen wichtigen Vorweihnachtszeit. Das Land stellt bis Ende 2022 vorerst 100.000 Euro zur Verfügung – das Projekt „Kulturgutschein 2022“ wird damit insgesamt ein Investitionsvolumen von 400.000 Euro in der burgenländischen Kulturszene auslösen. 
 
Beim Ankauf der neuen Kulturgutscheine gilt ein Limit von 2.000 Euro (anstatt wie bisher 1.000 Euro) pro Person. Zu erwerben sind sie beim Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft, im Online-Shop unter www.burgenland.at/kulturgutschein, in den sieben Bezirksverwaltungsbehörden sowie an den Standorten der Kulturbetriebe Burgenland GmbH in Eisenstadt (KUZ Eisenstadt) und Oberschützen (KUZ Oberschützen).
 
30 Arbeitsstipendien als Soforthilfe
Um KünstlerInnen durch die Pandemie zu helfen, werden auch 30 Arbeitsstipendien in der Höhe von jeweils 2.500 Euro ausgeschrieben. Schon 2020 hat das Land – damals gemeinsam mit der Energie Burgenland AG - 40 Arbeitsstipendien als Corona-Sofortmaßnahme vergeben. 2021 wurden weitere 20 Arbeitsstipendien speziell für junge burgenländische KünstlerInnen aufgelegt – davon wurden bislang 12 vergeben, 4 befinden sich in der Bewertungsphase. 
 
Die 30 neuen Arbeitsstipendien werden altersunabhängig für Projekte aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst, Medienkunst, Darstellende Kunst, Musik und Film in der Höhe von je Euro 2.500 ausgeschrieben. Künstlerinnen und Künstler erhalten damit die Möglichkeit, trotz Corona-Pandemie weiterhin künstlerisch tätig zu sein bzw. individuelle Projekte (Ausstellung, Buch, Theaterstück, Drehbuch, CD-Aufnahme usw.) vorzubereiten oder abzuschließen. „Wir wollen mit dieser Aktion sehr kurzfristig dazu beitragen, die für viele Künstlerinnen und Künstler prekäre Covid-19-Situation zu entschärfen. Anträge können daher ab sofort eingebracht werden, wir werden auch auf eine rasche Abwicklung achten“, betonte LH Doskozil. Vorerst stehen für die Arbeitsstipendien 75.000 Euro zusätzlich zur Verfügung, bei Bedarf kann dieses Angebot auch noch aufgestockt werden. 
 
Modelle zur sozialen Absicherung werden mit Kunstszene diskutiert 
Das Land plane für den Kulturbereich auch weitergehende Maßnahmen zur sozialen Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern, kündigte Kulturreferent Landeshauptmann Hans Peter Doskozil an. „Wir finalisieren gerade die entsprechenden Modelle und werden sie dann ab Anfang nächsten Jahres mit Vertretern des Kulturbereichs diskutieren, bevor es an die Umsetzung geht“, so Doskozil.
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