Landesmedienservice Burgenland

Zukunftslösung für Hallenbad Neusiedl am See präsentiert

26.01.2022
Landeshauptmann Doskozil und Landesrat Dorner: Gesamtpaket mit Sanierung, Ausbau und Tourismusprojekt 

Das Hallenbad in Neusiedl am See wird in den nächsten Monaten generalsaniert und ausgebaut. Das Gesamtkonzept beinhaltet auch ein Tourismuskonzept: Gebaut wird ein Budget-Hotel (3 Stern-Plus), der bestehende Gastrobereich im Hallenbad wird zu einem Restaurant mit 120 Sitzplätzen erweitert. Neu errichtet wird eine Camping & Glamping Anlage mit rund 50 Wohneinheiten. Das Hallenbad Neusiedl samt Saunalandschaft wird entkernt, mit modernsten technischen Komponenten ausgestattet und komplett neu eingerichtet. Als Zubau wird eine Schwimmhalle mit 25-Meter-Bahnen gebaut. „Seitens des Landes gab es immer ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Hallenbades, auch im Regierungsprogramm. Es war unser Ansinnen, eine nachhaltige, wirtschaftlich darstellbare Lösung zu finden. Mit dem geschnürten Maßnahmenpaket wird der Standort Neusiedl nicht nur nachhaltig abgesichert, sondern deutlich aufgewertet. Neben der Sanierung ist wichtig, dass die Komponenten Hotel und Glamping & Camping einen neuen touristischen Impuls für die Stadtgemeinde Neusiedl bzw. für die gesamte Region setzen werden“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der diese Zukunftslösung heute gemeinsam mit Sport- und Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, Bürgermeisterin LAbg. Elisabeth Böhm, Stadtrat Heinz Zitz, Beiratsvorsitzender der Freizeitbetriebe Neusiedl am See GmbH, und Sonnentherme-Geschäftsführer Werner Cerutti in Neusiedl am See präsentierte. Das gesamte Projekt inklusive weiterführendem Betrieb wird von der Landesholding Burgenland und deren Gesellschaften umgesetzt. Die Fertigstellung ist bis Ende 2024 geplant. 
 
Im März 2020 musste das Hallenbad Neusiedl am See (Baujahr 1977) wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. „Die Erstellung eines finanziell darstellbaren Sanierungskonzeptes wurde dadurch erschwert, dass das Hallenbad im Juli 2019 vom Bundesdenkmalamt unter Denkmalschutz gestellt wurde“, erläutert Landesrat Heinrich Dorner. Laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes am 27. November 2020 wurde der Bescheid des Bundesdenkmalamtes zur Unterschutzstellung des Hallenbades Neusiedl am See bestätigt und der Beschwerde der Freizeitbetriebe Neusiedl GmbH und der Stadtgemeinde Neusiedl am See nicht stattgegeben. Das Hallenbad in Neusiedl am See ist das erste Hallenbad im Stil des Brutalismus, das in Österreich per Bescheid unter Denkmalschutz gestellt wurde. 
 
„Für die Stadtgemeinde ist das Hallenbad und das Gesamtprojekt eine wichtige Einrichtung und eine einmalige Chance - für die Sportvereine in der Region, für die vielen Kinder, um schwimmen zu lernen, für unsere Familien und den Tourismus. Die Nutzung das Hallenbades als touristisches Projekt ist ein immenser Vorteil, den wir nutzen wollen“, freut sich Bürgermeisterin LAgb. Elisabeth Böhm
„Für die Stadtgemeinde ist das Hallenbad und das Gesamtprojekt eine wichtige Einrichtung und eine einmalige Chance.“

Die Maßnahmen im Detail 

Generalsanierung Hallenbad 
Das Hallenbad Neusiedl samt Saunalandschaft wird in den nächsten Monaten einer Generalsanierung unterzogen. Das Gebäude wird komplett entkernt, neu zoniert und mit modernen technischen Komponenten zur Energieeinsparung und CO²-Vermeidung ausgestattet sowie entsprechend neu eingerichtet werden. Das Erscheinungsbild des Gebäudes soll trotz Tausches der Fenster und Erneuerung der Dachkonstruktion im Wesentlichen erhalten bleiben und auf den Stand der heutigen Technik gebracht werden – alles unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. 
 
Neu ist eine Schwimmhalle mit 25-Meter-Bahnen, die als Zubau errichtet wird. „Nach Zustimmung des Gemeinderats, diese ist Voraussetzung, werden wir sofort in die Planung und Umsetzung gehen“, erläutert Landesrat Dorner den Fahrplan. 
 
Doskozil: „Touristische Komponente bringt wichtige Impulse“ 
Neu hinzukommen wird eine starke touristische Komponente, von der die gesamte Region profitieren wird. Errichtet wird ein Budget-Hotel (3 Stern-Plus), welches direkt mit einem kurzen Verbindungsgang an das Schwimmbad angedockt wird. Der bisherige Gastrobereich wird zu einem Restaurant mit 120 Sitzplätzen ausgebaut. Neu ist auch eine Camping & Glamping Anlage mit rund 50 Wohneinheiten. Glamping hat sich in den letzten Jahren als Begriff in der Tourismusbranche durchgesetzt und erobert nach und nach den europäischen Campingmarkt. Es handelt sich um „glamouröse“ Campingunterkünfte, meist Mobilheime. Außerdem wird am Schwimmbaddach, am Hoteldach und auf Carports auf den Parkplätzen eine PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von rund 1.000 kWp errichtet. 
 
"Die Errichtung des Zubaus für ein Schwimmbecken, des Hotels mit Verbindungsgang zum Hallenbad und einer Glamping & Camping Anlage liegt im Bereich der nicht unter Schutz gestellten Bereiche“, erklärt Landesrat Heinrich Dorner
 
„Die Komponenten Hotel und Glamping & Camping werden einen neuen touristischen Impuls für die Stadtgemeinde Neusiedl bzw. für die gesamte Region setzen. Das Hallenbad ist ein wichtiger Faktor für den Standort Neusiedl und die Region“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Die Seeregion gilt als ein wichtiger Motor des burgenländischen Tourismus. 
 
Projektsynergien 
Das Hotel braucht kein Restaurant oder gastronomische Einrichtungen, diese werden in den gastronomischen Bereich des Hallenbades perfekt integriert. Hotel als auch die Camping & Glamping-Anlage verfügen über keine eigene Rezeption, Check-in und Check-out finden direkt an der Hallenbadkasse statt. Somit wird das Personal optimal und effizient eingesetzt. 
 
Zahlreiche Vorteile 
Das Projekt wird zahlreiche Vorteile bringen. Für Hotelübernachtungsgäste gibt es ein großes Schwimmbad und eine große Saunaanlage. Dieses Angebot ist neu und gibt es in der Form für ein Budget-Hotel in Österreich noch nicht. In der Sommersaison wird Hotel- und Camping & Glamping-Gästen bei Schlechtwetter ein einzigartiges Angebot mit dem Schwimmbad und der Saunalandschaft geboten. Durch die Nähe zum Flughafen Schwechat – rund 30 bis 40 Minuten Fahrzeit – werden zusätzliche ganzjährige Hotelübernachtungen erwartet. Das Schwimmbadrestaurant wird einer multifunktionalen Nutzung zugeführt (Schwimmbadgäste, Hotelgäste und auch Laufkundschaft, die weder im Hotel noch im Schwimmbad Gäste sind). Diesbezüglich wird es architektonische Zonierungen geben.
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