Land Burgenland

„G’sund im Burgenland“: Doskozil startet Umfrage zur Gesundheitsversorgung

21.02.2022
Zufriedenheit mit derzeitigem Gesundheitsangebot und mögliche Weiterentwicklungen werden abgefragt – Umfrage wird ab nächster Woche an alle 150.000 Haushalte verschickt

Im Rahmen einer Informationsoffensive des Landes Burgenland und des Burgenländischen Gesundheitsfonds (BURGEF) wendet sich Landeshauptmann Hans Peter Doskozil direkt an die Bevölkerung und lädt die Burgenländerinnen und Burgenländer dazu ein, an der Umfrage „G’sund im Burgenland“ teilzunehmen. In der Umfrage wird die Zufriedenheit mit der aktuellen Gesundheitsversorgung abgefragt, aber auch die Meinung der Bevölkerung zu möglichen Weiterentwicklungen über 2025 – den Geltungszeitraum des neuen Regionalen Strukturplans Gesundheit (RSG) – hinaus. 
 
„Das burgenländische Gesundheitssystem ermöglicht eine flächendeckende und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung – mit der Standortgarantie für fünf Spitäler und neuen Fachschwerpunkten in allen Krankenhäusern als Herzstück. Da das Thema Gesundheit insgesamt einen hohen Stellenwert bei der Bevölkerung hat, ist es mir wichtig, ein möglichst umfassendes Meinungsbild einzuholen. So können wir auch für die Zeit nach 2025 bedarfsgerecht weiterplanen und an den richtigen Stellen zusätzliche Akzente setzen“, betont LH Doskozil als zuständiges Regierungsmitglied für Gesundheitspolitik. Abgefragt wird daher sehr detailliert, wie hoch die Akzeptanz der Bevölkerung mit den einzelnen Aspekten des Spitalsangebotes ist – von verschiedenen Versorgungs- und Therapiebereichen oder Wartezeiten bei OPs über die Verständlichkeit von Aufklärungs- und Patientengesprächen bis hin zur Infrastruktur und den Serviceangeboten. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Frage, mit welchen Leistungen die KRAGES sich in Zukunft zusätzlich positionieren soll. 
 
Weichen für „dislozierte Ambulanzen“ der KRAGES gestellt 
Daher will die Umfrage unter anderem auch wissen, ob die KRAGES einspringen soll, wenn Kassenvertragsstellen im niedergelassenen Bereich über längere Zeit nicht besetzt werden können. „Das Land hat viele Impulse gesetzt, um eine wohnortnahe ärztliche Versorgung in den Gemeinden zu gewährleisten – etwa Ordinationsförderungen, Stipendien oder kostenlose Studienplätze an der Danube Private University. Wir haben aber auch die Weichen dafür gestellt, dass die KRAGES in Zukunft freie Kassenstellen in Form von dislozierten Ambulanzen vorübergehend besetzen kann. Das wäre eine weitere effektive Maßnahme, um das ärztliche Versorgungsnetz abzusichern – vor allem in dünn besiedelten Gebieten des Landes“, so Doskozil. Nötig seien derartige Überlegungen, weil die Bundesregierung keine Regelung gegen den vermeintlichen „Ärztemangel“ zustande bringe. „Der Bund müsste endlich dafür sorgen, dass die auf Kosten der öffentlichen Hand in Österreich ausgebildeten Jung-MedizinerInnen auch für eine gewisse Zeit in Österreich praktizieren müssen. Solange das nicht passiert, müssen wir unsere eigenen Lösungen suchen.“ 
 
Rekordinvestitionen in die Gesundheitsversorgung 
Das Land Burgenland hat heuer 180 Millionen Euro für den Betrieb der Gesundheitseinrichtungen budgetiert – so viel wie nie zuvor. Außerdem wird in den Ausbau der öffentlichen Spitäler massiv investiert: In Oberwart entsteht um mehr als 200 Millionen Euro ein neues Schwerpunktspital. Im Nordburgenland investiert das KH Eisenstadt in den kommenden Jahren bis zu 70 Millionen Euro. Für den Bau eines Krankenhauses in Gols (ab 2030) läuft die Planung. Weitere rund 20 Millionen Euro fließen in die bestehenden Standorte Oberpullendorf, Güssing und Kittsee. 
 
RSG als Rahmenbedingung für Standortgarantie 
Mit diesen Maßnahmen unterstreicht das Land Burgenland die Wichtigkeit einer hochwertigen Gesundheitsversorgung. Mit dem Beschluss des Regionalen Strukturplans Gesundheit Burgenland 2025 (RSG-B 2025) wurde außerdem das zentrale Planungsinstrument für die Gesundheitsversorgung festgelegt, in dem die Standortgarantie der fünf Krankenhäuser für eine flächendeckende Versorgung mit Spitzenmedizin verankert ist.  
 
Teilnahme an Umfrage 
Die Umfrage wird ab der kommenden Woche an die knapp 150.000 burgenländischen Haushalte verschickt und ist mit einem Rücksendekuvert versehen. Zusätzlich ist es auch möglich, an der Umfrage online unter www.burgenland.at/meinegesundheit mitzumachen.
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