Landeshauptmann Doskozil: Statement zur Situation in der Ukraine

24.02.2022
Es erfüllt mich mit großer Sorge, dass wir nach vielen Jahren des Friedens in Europa wieder mit kriegerischen Ereignissen von dieser Dimension betroffen sind. Mein Mitempfinden gilt in dieser schweren Krise der Bevölkerung in der Ukraine. Es ist ein Kampf mit ungleichen Mitteln. Ich bedaure, dass es nicht gelungen ist, diesen Konflikt auf diplomatischem Weg zu lösen. Als neutrales Land muss sich Österreich dennoch als Brückenbauer einbringen. Das oberste Ziel muss jetzt sein, dass die Waffen wieder schweigen und man an Verhandlungstisch zurückkehrt. Da ist auch die Europäische Union massiv gefordert. 
 
Der Einmarsch Russlands in die Ukraine ist ein klarer Bruch des Völkerrechtes. Ich verurteile diesen Angriff klar. Wir dürfen nicht in eine Zeit zurückfallen, in der das „Recht des Stärkeren“ gilt und militärisch durchgesetzt wird. Klar ist für mich auch, dass Österreich und das Burgenland eine große Tradition der Hilfsbereitschaft in solchen Situationen haben, die wir auch jetzt aufrecht halten müssen. Unabhängig vom großen menschlichen Leid, das jetzt droht, zeigt sich an dieser Krise auch, wie abhängig wir derzeit von den Öl- und Gaslieferungen aus einzelnen Ländern sind. Umso wichtiger ist, dass Österreich über die erneuerbaren Ressourcen energieautark wird. Das Burgenland ist hier auf dem richtigen Weg. Wir werden unsere Anstrengungen zum Ausstieg aus Öl und Gas bis 2030 jetzt noch weiter verstärken.
 
– Landeshauptmann Hans Peter Doskozi
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