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Burgenland holt Ukraine-Vertriebene: Hilfsaktion auf Schiene

10.03.2022
Die von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil angekündigte Ukraine-Hilfsaktion, in deren Rahmen rund 500 Vertriebene ins Burgenland geholt werden sollen, steht organisatorisch auf Schiene. „Das Burgenland leistet seinen Beitrag, um Vertriebenen zu helfen, und will damit eine aktive Rolle angesichts der dramatischen humanitären Situation in der Ukraine übernehmen. Die menschlichen Schicksale, die mit diesem Krieg verbunden sind, können uns nicht kalt lassen. Ich bin dankbar für die große Hilfsbereitschaft der burgenländischen Bevölkerung“, betont der Landeshauptmann. 
 
Die organisatorischen und logistischen Vorkehrungen wurden in den letzten Tagen abgeschlossen. Die Hilfsaktion ist damit startklar. Die wichtigsten Fakten: 
  • Ab Mitte dieser Woche fahren Busse aus dem Burgenland an die slowakisch-ukrainische Grenze bei Uschhorod, um vor Ort wartende, nicht mobile Flüchtlinge aufzunehmen. 
  • Diese Busse werden von Verkehrsbetriebe Burgenland-Geschäftsführer Wolfgang Werderits organisiert und koordiniert 
  • Die Busse werden mit Verpflegung, vor allem auch Kindernahrung, ausgestattet sein; mit dabei sein wird auch immer ein Dolmetscher und ein Organisator (kann fallweise auch der Fahrer sein). 
  • Bereits vorher werden vom Koordinationsteam die Unterbringungskapazitäten im Burgenland geklärt und die nötigen Quartiere zugewiesen. Dabei wird auf die beim Land von Privaten eingemeldeten Unterkünfte zurückgegriffen. 
  • An der ukrainischen Grenze tritt das burgenländische Team mit Vertretern von Hilfsorganisationen vor Ort in Verbindung. Auf diesem Weg wird der Kontakt zu Vertriebenen hergestellt, die dort aktuell auf eine Transfermöglichkeit warten. 
 
Unter diesen Menschen erfolgt eine Auswahl nach folgenden Gesichtspunkten: 
  • Verfügbare Quartiere im Burgenland (z.B. für vorhandenes Vier-Bett-Quartier kommt Familie oder Kleingruppe mit vier Personen in Frage). 
  • Keine eigenen Möglichkeiten zur Weiterreise.
  • Familien oder andere zusammengehörende Gruppen sollen zusammenbleiben können.
  • Die vertriebenen Personen werden mit Bussen nach Nickelsdorf gebracht. Dort erfolgt die polizeiliche Registrierung – danach wird umgehend der weitere Transfer in das jeweilige Quartier eingeleitet. 
  • Vorerst geplant ist, dass jeden Tag ein Bus vom Burgenland abfährt – wobei natürlich flexibel auf äußere Umstände oder sich verändernde Situationen an der Grenze reagiert werden muss. 
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