Neues Service für Pflegebedürftige und Angehörige „greift“

18.02.2019

Eine zukunftssichere Gesamtlösung für den gesamten Pflegebereich hat sich der designierte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil als eine seiner wichtigsten Aufgaben für 2019 vorgenommen. Das diesbezügliche Pflegekonzept wird derzeit mit Experten erarbeitet. Eine wichtige Neuerung wurde bereits vorgezogen, umgesetzt und wird – wie nun erste Zahlen zeigen – auch hervorragend angenommen: In allen Bezirkshauptmannschaften des Landes wurden mit 1. Jänner im Rahmen eines sogenannten „Case  & Care-Managements“ eigene Pflege- und Sozialberater installiert. Sie sollen als fundierte Ansprechpartner pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen über die gesamte Angebotspalette im Pflegesektor informieren und mithelfen, eine möglichst individuelle Pflegelösung zu finden. „Gerade in der ersten Zeit, nachdem ein Pflegefall eintritt, sind viele Pflegebedürftige und ihre Familien überfordert und finden sich in der Vielzahl unterschiedlicher Zuständigkeiten und Angebote nur sehr schwer zurecht. Mit unseren neuen Pflege- und Sozialberatern wollen wir den Familien helfen und bieten allen Betroffenen eine wohnortnahe Anlaufstelle, wo kompetent informiert, koordiniert und weitervermittelt wird. Das Burgenland ist damit Vorreiter in Österreich“, so Doskozil.

Schon im Jänner war die Nachfrage nach dem neuen Service beträchtlich: Insgesamt wurden in diesen ersten vier Wochen bereits 84 Beratungsfälle abgehandelt; die Hälfte davon telefonisch, die andere Hälfte im persönlichen Gespräch, davon 21 in Form eines Besuchs direkt vor Ort. „Unsere Berater kommen im Bedarfsfall auch zu den Betroffenen nach Hause – die Kenntnis der Wohn- und Lebenssituation macht es noch leichter, auf persönliche Bedürfnisse einzugehen“, so Doskozil. Außerdem vermitteln die Experten des Landes in komplexen Fällen auch Zugang zu Sozialleistungen des Landes, etwa der „Hilfe in besonderen Lebenslagen“ oder die Vermittlung zu Notschlafstellen.

Die Pflege- und Sozialberater an den BHs seien zwar nur ein Mosaikstein im zukünftigen Pflegeservice des Landes, aber ein besonders wichtiger, ist der SPÖ-Politiker überzeugt: „Es geht uns um eine bestmögliche Versorgung von Pflegebedürftigen, eine spürbare Entlastung der Angehörigen und ein möglichst enges Zusammenspiel aller Pflegeeinrichtungen. Da ist es wichtig, dass auf jeden einzelnen Fall eingegangen wird. Wir können so auch einen Lenkungseffekt hin zu mobilen Pflegeformen erzielen und mithelfen, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben können.“ Doskozil hält  eine menschliche und nachhaltige Pflegelösung für eine der wichtigsten politischen Aufgaben überhaupt: „Mehr als die Hälfte des Landesbudgets stehen für die Bereiche Soziales und Gesundheit zur Verfügung. Dieses Budget wird zielgerichtet dort eingesetzt, wo es für die Burgenländerinnen und Burgenländer den größten Nutzen hat. Die Menschen sollen sich darauf verlassen können, dass sie bestmöglich unterstützt werden, wenn sie Hilfe benötigen.“

Burgenländische Pflege- und Sozialberater – im Überblick:

-        Seit 1. Jänner in allen Bezirkshauptmannschaften des Landes – im Regelfall diplomierte Pflegekräfte, die mit einer speziellen Ausbildung und Schulung zusätzlich vorbereitet wurden

-        Die wesentlichsten Aufgaben:  

o        Beraten und Vermitteln der im Einzelfall bestgeeigneten Pflegeleistung;

o        Vernetzung mit Anbietern für mobile und stationäre Pflegeleistungen, Hausärzten, Spitälern;

o        Zusätzlich können die Pflegeberater als erste Ansprechpartner für komplexe Sozialfälle dienen, um Zugang zu Leistungen wie der Hilfe in besonderen Lebenslagen und zu Notschlafstellen sicherzustellen.

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