Seit einem Jahr fordert wütet der Ukraine-Krieg mitten in Europa. Wir haben uns im Burgenland von Beginn des Krieges an um humanitäre Hilfe für die betroffenen Menschen bemüht, wo immer es möglich ist – und die Hilfsbereitschaft der Burgenländerinnen und Burgenländer ist groß. Es zeichnet unser Heimatland und seine Menschen aus, dass wir schwierige Situationen aktiv meistern und Menschen in der Not beistehen. Diese Solidarität, dieses herausragende zivilgesellschaftliche Engagement macht mich stolz.

Man muss aber auch offen ansprechen, dass der Krieg in der Ukraine auch Auswirkungen auf Österreich und das Burgenland hat – vor allem durch den Anstieg der Lebenshaltungskosten. Es liegt in der Verantwortung der Politik, die Teuerungen für die heimische Bevölkerung abzufedern und diese zu entlasten. Das Burgenland hat mit dem Wärmepreisdeckel sowie dem Wohnkostendeckel, der gemeinsam mit den burgenländischen Wohnbaugenossenschaften ausgearbeitet wurde, und dem neuen Fixtarif der Burgenland Energie für Strom und Gas die umfangreichsten Unterstützungspakete bundesweit geschnürt. Die Entlastung der Burgenländerinnen und Burgenländer ist uns wichtig, daher stemmen wir uns mit aller Kraft gegen die aktuellen Herausforderungen, während die Bundesregierung treffsichere Maßnahmen säumig bleibt.

Ukraine-Krieg führt Ausstieg aus Öl und Gas vor Augen

Der Krieg in der Ukraine und die in Folge stark gestiegenen Energiepreise sowie insbesondere auch der voranschreitende Klimawandel führen uns außerdem die Notwendigkeit des Ausstiegs aus Öl und Gas dramatisch vor Augen. Die Burgenland Energie hat auch hier Pakete geschnürt, die privaten Haushalten den Umstieg von fossiler Energie auf ökologische bzw. erneuerbare Energie erleichtern und so die Abhängigkeit vom Energieweltmarkt reduzieren helfen. 

Große Solidarität und Hilfe für vertriebene Ukrainerinnen und Ukrainer

In enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Burgenland konnten bislang 60 Sattelzüge mit insgesamt 1300 Paletten an Hilfsgütern so nahe wie möglich in besonders vom Krieg betroffene Gebiete in die Ukraine gebracht werden. Zwei landesweite Sammelaktionen wurden gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt. Für zirka 1900 vertriebene ukrainische Staatsbürger wurden Quartiere organisiert, davon 800 private Quartiere. Rund 700 Vertriebene konnten im Rahmen der Aktion „Burgenland hilft“ mit Bussen in das Burgenland uns somit in Sicherheit gebracht und dank der Hilfsbereitschaft der Burgenländerinnen und Burgenländer rasch in Privatunterkünften untergebracht werden. Das Land Burgenland lud außerdem 600 Kinder und Mütter zu einem „Sommerurlaub im Burgenland“ auf Burg Lockenhaus ein – mit dem Ziel, dass die Frauen und Kinder ihre dramatischen Erlebnisse zumindest für die Zeit des Aufenthalts ein wenig vergessen konnten.

Die bereits seit 1997 gepflegte Partnerschaft mit der Region Transkarpatien in der Ukraine wurde im Zuge der Ukraine-Hilfe erneuert und medizinische Hilfsgüter sowie medizinisches Gerät wurde an ein Partnerspital, ein Kinderspital in Ushgorod, übergeben. Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur humanitären Hilfe, von dem wir auch wissen, dass er ankommt.

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